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| 13:15 Uhr

Springer dreht Post-Tochter PIN den Geldhahn zu

Berlin (dpa). Die Axel Springer AG wird als Mehrheitseigentümer der PIN Group keine weiteren Finanzmittel für den Postdienstleister bereitstellen. Das hätten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, teilte das Medienhaus („Bild“, „Die Welt“) mit.

Die Axel Springer AG wird als Mehrheitseigentümer der PIN Group keine weiteren Finanzmittel für den Postdienstleister bereitstellen. Das hätten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, teilte das Medienhaus („Bild“, „Die Welt“) mit.

Kurz zuvor hatte der Bundestag den Weg für einen Postmindestlohn freigemacht. Der Mindestlohn verhindere Wettbewerb und sichere das Monopol der Deutschen Post, kritisierte Axel Springer.

Europas größtes Zeitungshaus hält 63,7 Prozent am zweitgrößten Postdienstleister in Deutschland mit rund 9000 Beschäftigten. Der Konzern sei bereit, „die Mehrheit an der PIN Group abzugeben, wenn Minderheitsgesellschafter und neue Investoren ausreichend Mittel zur Verfügung stellen, um eine wirtschaftliche Perspektive für die PIN Group in neuer Positionierung zu ermöglichen“, erklärte Axel Springer. In den vergangenen zwei Jahren habe Axel Springer 620 Millionen Euro in den Briefzusteller investiert.

Allein im zweiten Halbjahr 2007 habe der Konzern mehr als 60 Millionen Euro der PIN Group zur Verfügung gestellt, um den Ausbau des Geschäfts zu unterstützen.