Gut acht Stunden lang hat es am Mittwoch in Neupetershain (Oberspreewald-Lausitz) helle Aufregung gegeben. Polizeiliche Ermittlungen gegen einen 43-jährigen Bewohner des Ortes hatten dazu geführt, dass dessen Wohngrundstück von Experten des Landeskriminalamtes (LKA) durchsucht wurde. Dabei waren Sprengmaterialien sichergestellt worden. Gegen den Besitzer, der nach Polizeiangaben weitgehend geständig gewesen sei, wird weiter ermittelt.

Bei den Funden habe es sich auch um Gegenstände gehandelt, die nicht abtransportiert werden konnten, erklärt Polizeisprecher Ralph Meier gegenüber der RUNDSCHAU. Deshalb sei eine Sprengung auf der Wiese des Grundstückes durch den Kampfmittel-Beseitigungsdienst vorgenommen worden. Dafür mussten bis 14.40 Uhr Einwohner im 100-Meter-Umkreis evakuiert werden. Beschlagnahmte gefährliche Chemikalien, so der Sprecher, seien von einem Spezialunternehmen abgefahren worden.

Anwohner zeigten sich von der Aktion verwundert. Es habe nie Auffälligkeiten auf dem jetzt durchsuchten Grundstück gegeben, sagt Karin Pufe, die gegenüber wohnt.

Als Spekulation bezeichnet es der Polizeisprecher, dass die LKA-Aktion in Zusammenhang mit der Durchsuchung vor zwei Wochen in Meuro gestanden habe. Damals waren auf einem Grundstück etwa fünf Tonnen Kriegsschrott beschlagnahmt worden, darunter Waffen und Munition. Ein in Sachsen wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vor Gericht stehender 27-Jähriger hatte die Ermittler auf die Spur geführt.