Da die CDU in Brandenburg neun der zehn Wahlkreise gewonnen hat, reichten die Listenplätze der Parteien für Freese (3.) und Wöllert (5.) für den Sprung in den Bundestag.

"Ich wollte den Wahlkreis gewinnen", zeigt sich Freese auch am Tag danach enttäuscht. Denoch für die Lausitz im Parlament zu sein, sieht er nicht nur als "Trostpflaster". Immerhin könnte er in einer möglichen Großen Koalition seine energiepolitischen Vorstellungen einbringen, die nicht so weit von denen des CDU-Gewinners entfernt sind.

Für Birgit Wöllert geht es aus der rot-roten Regierungsfraktion im Landtag nun auf die Oppositionsbank beim Bund. "Dennoch freue ich mich, die neue Regierung in der Gesundheits- und Sozialpolitik unter Druck zu setzen und Reformen anzumahnen."

Für ihre Parteifreundin Caren Lay, die als Fünfte der Landesliste wieder im Bundestag ist, hat sich die Linke in Sachsen und im Wahlkreis Bautzen deutlich als zweitstärkste Kraft behauptet. Lay kündigt an, dass es "100 Prozent sozial für den gesetzlichen Mindestlohn und die Rentenangleichung" weitergehen werde.

Der Weißkeißeler Thomas Jurk (SPD) wusste, dass er gegen Michael Kretschmer (CDU) im Wahlreis Görlitz nahezu chancenlos war. "Ein besseres Ergebnis habe ich dennoch erhofft", sagt der Ex-Wirtschaftsminister. Listenplatz 1 verhalf ihm erstmals in den Bundestag.

Ob erster oder zweiter Listenplatz - für Martin Neumann (FDP) und Wolfgang Renner (Grüne) haben die aussichtsreiche Positionen diesmal nicht gereicht. Christian Taubert