Zu den Todesopfern der Zugkatastrophe in Oberbayern gehört auch ein Mann aus Spremberg. Die Polizei im bayerischen Rosenheim informierte am gestrigen Donnerstag über den Tod des 38-Jährigen. Der Eisenbahner befand sich in einem der beiden Regionalzüge, die Dienstag auf der Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim frontal zusammengestoßen waren.

Der Lausitzer steuerte aber offenbar keinen der beiden Triebwagen. Die Transdev-Gruppe, zu der die Bayerische Oberlandbahn (BOB) gehört, verwies gegenüber der RUNDSCHAU darauf, dass beide Triebfahrzeugführer, die die Züge gesteuert haben, vollständig ausgebildet gewesen seien und die Berechtigung zum eigenständigen Führen der Fahrzeuge hatten. In einem Zug starben laut Transdev der Triebfahrzeugführer, zudem ein weiterer Triebwagenführer und ein ihn begleitender Lehrlokführer, die zu einer Weiterbildung unterwegs waren. Wo sich der Ausbildungslokführer und sein Begleiter zum Unglückszeitpunkt befunden haben, sei Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Die Familie des Sprembergers, die Lebensgefährtin und eine Tochter im Grundschulalter, wurden am Dienstagabend von einem Notfallseelsorger betreut.

Eine Sprembergerin hat noch am Dienstagabend als Privatinitiative übers Internet einen Spendenaufruf gestartet, um die Hinterbliebenen zu unterstützen. Die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier will bei passender Gelegenheit den Hinterbliebenen auch persönlich ihr Beileid aussprechen und klären, wie geholfen werden kann.

Themen des Tages Seite 3