Sowohl Sachsen als auch Brandenburg konnten bei den Übernachtungen und der Anzahl der Gäste im vergangenen Jahr kräftig zulegen. Die RUNDSCHAU erklärt, welche Reiseregionen zu den Gewinnern zählten und welche Regionen mit Einbußen zurechtkommen mussten:

Brandenburg gesamt: In die Mark kamen 4,2 Millionen Gäste. Das ist ein Plus von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Statistikamt registrierte 11,5 Millionen Übernachtungen - ein Plus von vier Prozent.

Sachsen gesamt: In den Freistaat kamen 7,1 Millionen Gäste (ein Plus von fünf Prozent) und buchten insgesamt 18,4 Millionen Übernachtungen - ein Plus von 6,1 Prozent.

Oberlausitz-Niederschlesien: Der große Gewinner der Gesamtstatistik ist die Reiseregion Oberlausitz-Niederschlesien. 643 000 Gäste (1,5 Prozent mehr als im Vorjahr) buchten 1,87 Millionen Übernachtungen - ein Plus von 7,3 Prozent. Damit landet Oberlausitz-Niederschlesien hinter dem Erzgebirge, das mit 1,1 Millionen Gästen (plus 2,9 Prozent) und 3,2 Millionen (plus 3,1 Prozent) Übernachtungen auf dem ersten Platz landete.

Dahme-Seengebiet: Auf dem zweiten Platz in Südbrandenburg landet das Dahme-Seengebiet. Die Zahl der Übernachtungen hat sich um ein Prozent auf 863 000 erhöht. Die Anzahl der Gäste ist gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Prozent auf 417 000 gestiegen.

Der Spreewald: Laut IHK bleibt der Spreewald die touristische Hochburg in Südbrandenburg. In dem Reisegebiet waren 147 Herbergen mit mehr als zehn Betten registriert - das entspricht einem Anteil von 44 Prozent aller Unterbringungen in Südbrandenburg. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 1,4 Millionen gestiegen. Leicht zurückgegangen ist die Zahl der Gäste - um 1,9 Prozent auf 534 000. Damit belegt der Spreewald innerhalb von Brandenburg Platz zwei hinter Seenland Oder-Spree mit 661 000 Gästen und 2,1 Millionen Übernachtungen.

Niederlausitz: Die Reiseregion Niederlausitz, zu der unter anderem das Lausitzer Seenland gehört, konnte das Niveau des Vorjahres halten. Während die Zahl der Gäste um 1,5 Prozent auf 155 200 zurückgegangen ist, hat sich die Zahl der Übernachtungen um ein Prozent auf 456 000 erhöht.

Elbe-Elster-Land: Das Elbe-Elster-Land ist das einzige Reisegebiet mit Einbußen. So hat sich die Zahl der Übernachtungen um 1,1 Prozent auf 223 000 reduziert. Stark zurückgegangen sind auch die Ankünfte der Gäste - um 4,6 Prozent auf 50 400. "Die Auswertung der Statistik zeigt deutlich, dass im Elbe-Elster-Land mehr in den Tourismus investiert werden muss", kommentierte IHK-Sprecher Nils Ohl. Nur so sei es möglich, auch dieses Reisegebiet besser zu vermarkten, so Ohl weiter.