Dabei überreichen Spreewaldfrauen in Trachten die geschmückte Holzstange an die Fährmänner. Im Spreehafen von Burg (Spree-Neiße) fällt diese Übergabe aus, stattdessen steigt am Sonntag ein buntes Familienprogramm. In Schlepzig (Dahme-Spreewald) war schon Ende März offizielle Rudelübergabe.Anders als zu DDR-Zeiten hat die Rudelübergabe im Frühjahr seit den 90er-Jahren nur noch eine symbolische Bedeutung. "Saison ist jetzt im Spreewald zu jeder Jahreszeit", berichtet Steffen Franke, Chef der Kahnfährgenossenschaft Lübbenau und Umgebung. Das bestätigt Burkhard Herzke, Vorsitzender des Fährmannsvereins Lübben-Spreewald. "Kahnfahrten sind bei uns immer möglich, außer bei zugefrorenen Fließen." Ab Ostern warten mehr als 30 Kahnfährhäfen auf Besucher, zudem stehen 1800 Kanus für Wasserwanderer bereit. Radfahrer können die Landschaft auch auf 250 Kilometern Asphaltpiste des Gurkenradweges erkunden.So bietet der Lübbener Fährmannsverein zu Ostern kostenlose Touren um die Schlossinsel herum an, wie Herzke berichtet. Die Gäste können an an der Schlossinsel und am Parkplatz Lindenstraße in die Kähne einsteigen. Bei kühlem Wetter sei die fast zweistündige Schleusenfahrt um Lübben zu empfehlen, aber auch vierstündige Fahrten in den Wiesenspreewald seien möglich. In Lübbenau wird den Gästen zum Saisonstart eine zweistündige Sonderkahnfahrt nach Lehde und zurück angeboten. Der Besuch des Freilandmuseums Lehde mit seinen historischen Holzhäusern sei im Fahrpreis enthalten, bemerkt Steffen Franke. Aber auch vierstündige Ausflüge durch den Oberspreewald könnten gebucht werden. dpa/SvD