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| 17:50 Uhr

Spree-Neiße lenkt bei B 169 ein

Die B-101- und B-169-Ortsumfahrungen stehen wieder im Plan, aber wird sich bis 2030 was drehen?
Die B-101- und B-169-Ortsumfahrungen stehen wieder im Plan, aber wird sich bis 2030 was drehen? FOTO: LR
Forst/Cottbus. Als "Entscheidung der Vernunft" bewertet Gerhard Düring die Ankündigung von Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU), im Streit um mehr Lärmschutz für Klein Oßnig an der B 169 keine weiteren Rechtsmittel einzulegen. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) B 169 spricht von "einem Riesenerfolg für die Anrainer" dieser Bundesstraße. Christian Taubert

Landrat Altekrüger hatte am Montag in Forst erklärt, dass keine Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichtes Cottbus eingelegt werde. Das Gericht hatte eine Tag und Nacht deutlich über den Grenzwerten liegende Lärmbelastung für Klein Oßnig festgestellt und den Landkreis zur Beseitigung dieses Missstandes aufgefordert. "Wir müssen jetzt Maßnahmen anordnen, die zur Senkung des Lärms führen", sagte SPN-Dezernent Olaf Lalk.

Aus Sicht des Spremberger Bundestagsabgeordneten Ulrich Freese (SPD) kommt der Kreis nicht an einem Fahrverbot für den Schwerlastverkehr - ausgenommen Ziel- und Quellverkehr - vorbei. "Diese Forderung besteht seit Jahren. Es ist unverständlich, warum sich der Kreis so lange dagegen gesperrt hat", erklärt der SPD-Politiker. Für die Interessengemeinschaft B 169 müsse jetzt ermittelt werden, ob nur Brummis über zwölf Tonnen oder auch 7,5-Tonner von einem Durchfahrtverbot betroffen wären, um die Lärmschutz-Grenzwerte für Klein Oßnig zu gewährleisten.

Rund 1000 Lkw passieren täglich Klein Oßnig. Vor allem Brummis im Transitverkehr meiden dabei den Umweg über das Spreewald-Dreieck zwischen den Autobahnen A 15 und A 13. Die Abkürzung über die B 169 macht 30,7 Kilometer aus.