Und so sahen die Zuschauer einen von beiden Mannschaften verbissen und leidenschaftlich geführten Spielverlauf, in dem sich die Lübbenauer durch Tore von Erik Handke, Matthias Lehmann und Christoph Wilde (3) bis zur 20. Minute mit einer 6:5-Führung durchsetzten. Erst nach dem 8:8 durch Mathias Drannaschk und Christoph Wilde erlaubte eine unaufmerksame TSG-Defensive den Hausherren bis zur Pause die Führungstreffer zum 13:11.

Hoch spannend war auch der Spielverlauf im zweiten Abschnitt. Eine 14:11-Führung der Gastgeber wurde durch Nicola Kuhlmey, Matthias Drannaschk und Matthias Lehmann ausgeglichen und bis zum 16:16 von Sebastian Köhler überzeugten die Spreewälder mit druckvollem Spielaufbau und aufmerksamer Deckungsarbeit. Zwei Zeitstrafen gegen das TSG-Team nutzten die Gastgeber zum 19:16. Nach dem 19:17 durch Matthias Lehmann in der 48. Minute baute Ludwigsfelde seinen Vorsprung sogar auf 21:17 aus.

Nach einem Team-Time-Out waren die Spreewälder wieder konzentriert im Spiel. Wiederholt scheiterten die HC-Schützen René Rose und Nico Wiede am starken Lübbenauer Schlussmann Julien Adam. Ein aggressiver und körperaktiver Deckungsblock ließ den Gästen nun keine Zeit, um Lücken für den Torwurf zu erspielen und verleitete sie zu technischen Fehlern.

Im Überzahlspiel verkürzte Christoph Wilde den Rückstand auf 21:19. Nachdem Dustin Trenkmann den 21:20-Anschlusstreffer erzielt hatte, ging das Spiel in eine dramatische und hektisch geführte Schlussphase, in der die Schiedsrichter wenig überzeugten. Die Spreewälder agierten selbstbewusst, laufstark und mit uneingeschränktem Siegeswillen. Ihre Spielfreude und der kontrollierte Spielaufbau konnten nur mit Fouls gestoppt werden. Im Tempogegenstoß setzte Matthias Lehmann den Ausgleichstreffer zum 23:23 und sorgte damit für tobenden Beifall der mitgereisten Fans. Der Kampf um die Führungstreffer war geprägt vom uneingeschränkten Einsatz beider Rivalen und vielen Zeitstrafen. Stefan Richter glich zum 25:25 aus und Christoph Wilde setzte in der 56. Minute den Führungstreffer für die Spreewälder zum 25:26. Nach einem Team-Time-Out glich Ludwigsfelde zum 26:26 aus, musste aber im Gegenzug durch Christoph Wilde das 26:27 einstecken.

In einer turbulenten Endphase, in der die Gastgeber auf ihren Führungsspieler René Rose (rote Karte) verzichten mussten, gelang den Hausherren der 27:27-Ausgleich. Doch in Überzahl erzielten die Lübbenauer den viel umjubelten Siegtreffer.

Fazit: Die Zuschauer sahen ein TSG-Team, das Konzentrationsschwächen überwand, sein Leistungspotenzial über die gesamte Spielzeit abrief und sich mit einer großartigen Leistung und einem schwer erkämpften Sieg belohnte.

Lübbenau: Tor: Julien Adam, Steve Sangl. Feld: Nicola Kuhlmey (4), René Sewald (1), Matthias Lehmann (3), Thomas Werban (1), Justin Suhl, Dustin Trenkmann (2), Erik Handke (1), Stefan Richter (1), Matthias Drannaschk (2), Sebastian Köhler (2), Christoph Wilde (11).

Zeitstrafen: Ludwigsfelde: 12 - Lübbenau: 5.