Favoritin Carolin Schäfer hat den Siebenkampf bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Vaterstetten unangefochten gewonnen. Die 28 Jahre alte WM-Zweite von 2017 aus Frankfurt/Main sammelte am Wochenende 6319 Punkte.
Den Titel im Zehnkampf holte der 20-jährige Malik Diakité aus Hannover mit 7641 Zählern. Weltmeister Niklas Kaul aus Mainz war nach seiner Ellbogenoperation nur als ZDF-Co-Kommentator dabei.
Diakité wurde am Sonntag allerdings übertrumpft von Jannis Wolff (7670), der aber nur für die U23-Wertung gemeldet hatte und deshalb nicht bei den Aktiven als Meister gilt. Den zweiten Platz hinter Diakité belegte Jan Ruhrmann (Uerdingen/Dormagen) mit 7601 Punkten vor Nico Beckers (Aachen/7298).
Alle Hoffnungen des Favoriten Mathias Brugger hatten sich früh zerschlagen. Der 28-Jährige aus Ulm verursachte am Samstag im zweiten 100-Meter-Lauf den zweiten Fehlstart, er wurde disqualifiziert. Ein Protest des Dritten der Hallen-WM von 2016 wurde später abgelehnt.
„Für die Zehnkämpfer und Siebenkämpferinnen, die hier teilnehmen konnten, war es natürlich sehr wichtig, dass mal wieder ein Wettkampf stattgefunden hat, dass man sich mit anderen Athleten vergleichen und sehen konnte, dass sich das Training der vergangenen Monate ausgezahlt hat“, sagte Kaul.
Schäfer, die seit dem vergangenen Jahr von Kauls Eltern trainiert wird, holte damit ihren zweiten nationalen Meistertitel nach 2013. Sie blieb bei dem Wettkampf ohne Zuschauer allerdings erwartungsgemäß deutlich unter ihrer persönlichen Bestleistung von 6836 Punkten. Anna Maiwald aus Leverkusen wurde Zweite mit 6112 Punkten vor Vanessa Grimm vom Königsteiner LV (6047).
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