Nach der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes fahren die deutschen Slalomkanuten nicht zur Europameisterschaft nach Prag, teilte der Deutsche Kanu-Verband mit.
Die kontinentalen Titelkämpfe sollen vom 18. bis 20. September in der tschechischen Hauptstadt stattfinden. Der europäische Verband ECA hat die EM noch nicht abgesagt.
„Damit folgen wir der im Trainerrat beschlossenen Richtlinie, nicht in Regionen zu reisen, in denen eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik besteht“, sagte Chefbundestrainer Klaus Pohlen und betonte: „Wir sehen uns in der Verantwortung der Wahrung der Gesundheit unserer Sportlerinnen und Sportler sowie aller beteiligten Betreuer und Betreuerinnen.“
Canadier-Weltmeisterin Andrea Herzog, die sich zusätzlich für die U23-Europameisterschaften im polnischen Krakau Anfang Oktober qualifiziert hat, reagierte enttäuscht: „Natürlich wäre es ein schöner Saisonabschluss gewesen. Aber den habe ich ja noch in Krakau, falls es stattfinden sollte. Das Jahr ist sowieso hin, das war es schon vor langer Zeit.“ Hannes Aigner, Kajak-Weltmeister von 2018, betonte: „Es ist natürlich insgesamt eine sehr verkorkste Saison und da passt es eigentlich ganz gut rein, dass die EM jetzt auch noch flach fällt.“
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