Das bekräftigte Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) gestern im Anschluss an den ersten sächsischen Sportgipfel mit Vertretern des Landessportbundes (LSB), von Fachverbänden, aus Vereinen und der Sportwissenschaft in Dresden.
Gleichzeitig betonte er, dass auch der Zuwendungsvertrag für den Sport im Freistaat in Höhe von 15 Millionen Euro jährlich nicht angegriffen wird. "Wenn man sich für etwas bewirbt, muss man auch den Eindruck vermitteln, dass man gewinnen will. Deshalb werden wir alles für den Erfolg tun", begründete Milbradt das Festhalten an der 30 Millionen-Euro-Bürgschaft des Freistaates als Mitgesellschafter für den Bewerbungsetat Leipzigs als deutscher Kandidat für die Olympischen Spiele 2012. Der Ministerpräsident dankte dem Sport für die Unterstützung in der nationalen Bewerbungsphase und bat gleichzeitig um die Fortsetzung des Engagements. "Der Schwung muss bleiben. Wir wollen jetzt international das schaffen, was wir auf nationaler Ebene vollbracht haben", betonte Milbradt.
Der Sport in Sachsen will den Bewerbungs-Erfolg auf seine Weise fördern. Dazu stellte Frank Lehmann, Vizepräsident Leistungssport im Landessportbund, ein auf dem Sportgipfel besprochenes Sieben-Punkte-Programm vor. Um ein schlagkräftiges sächsisches Kontingent an Spitzensportlern für die Spiele 2012 zu entwickeln, muss sich der Freistaat bei der Förderung auf wenige Kernsportarten konzentrieren. Derzeit gibt es 20 Schwerpunktsportarten, die in Absprache mit dem Deutschen Sportbund (DSB) auch angesichts der finanziellen Möglichkeiten weiter reduziert werden sollen.
In diesem Zusammenhang muss nach Einschätzung Lehmanns auch eine stärke Steuerung und ein effektiveres Controlling die Zusammenarbeit zwischen DSB, LSB, Verbänden und Vereinen begleiten. Der Sport fordert zudem die Sicherung von Qualität und Quantität eines hochwertigen Trainerstabes sowie einen Ausbau der Sächsischen Sporthilfe mit Unterstützung des Freistaates und der Wirtschaft. Auch soll die Arbeit der Eliteschulen des Sportes und das Potenzial der Sportwissenschaft mit dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaften und der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Leipziger Universität weiter gestärkt und verbessert werden.
Um ein noch besseres Sichtungssystem für mögliche Olympia-Starter 2012 aufzubauen, schlägt Sachsen die neue Wettkampfform "Deutsche olympische Jugendspiele" vor, die ab 2005 gestartet werden könnte. Sie solle die Initiative "Jugend trainiert für Olympia" ersetzen, die aus leistungssportlicher Sicht dafür nicht geeignet ist. Von den deutschen Sportfachverbänden kam dazu schon Zustimmung, der DSB folgt noch nicht der Idee. (dpa/bra)