Statt des ersten Sechs-Punkte-Wochenendes gab es am Sonntagabend lange Gesichter in Weißwasser. Zwei Tage nach dem umjubelten 6:4-Derbysieg bei den Eislöwen Dresden musste die Mannschaft von Trainer Corey Neilson einen Rückschlag hinnehmen. Die Lausitzer Füchse verloren das Heimspiel gegen den zuletzt stark gebeutelten EC Bad Nauheim trotz vieler Chancen mit 1:2.

Die Gäste aus Bad Nauheim waren nach einem guten Saisonstart zuletzt regelrecht abgestürzt. In den vergangenen drei Partien gab es drei deftige Niederlagen mit 3:18-Toren. Am Freitag verlor das Team von Trainer Christof Kreutzer zu Hause gegen Heilbronn mit 1:7. Zudem verletzte sich Topscorer Cody Sylvester. Er fällt mindestens sechs bis acht Wochen aus.

Trotzdem konnten die Lausitzer Füchse vor 2803 Zuschauern den Schwung des Derby-Sieges in Dresden zunächst nicht so richtig aufs Eis bringen. Die beste Chance zur Führung im 1. Drittel hatte Marc Hammond bei einem Penalty (7. Minute). Hammond, der zuvor in die Bande gekracht war, scheiterte an Gäste-Keeper Felix Bick. Der Weißwasseraner Topscorer musste danach behandelt werden, konnte aber weiterspielen.

Bezeichnend: Auf der anderen Seite war Torhüter Mac Carruth zunächst bester Weißwasseraner. In der 30. Minute musste er sich allerdings geschlagen geben. Andrej Bires traf zum 1:0 für Bad Nauheim. Die Füchse fanden dagegen weiterhin keine Lücke in der Abwehr der Kurstädter. Speziell am Ende des 2. Drittels vergaben sie reihenweise gute Torchancen.

In der 45. Minute durfte dann aber doch gejubelt werden. Topscorer Mike Hammond stand am langen Pfosten genau richtig und staubte zum 1:1-Ausgleich ab. Der Bad Nauheimer Marc El-Sayed machte die Sieg-Hoffnungen der Füchse aber zunichte (2:1/52.). Weißwasser machte zwar in der Schlussphase viel Druck, schoss aber keinen Treffer mehr.

Es war trotz der verpassten Sechs-Punkte-Premiere ein emotionales Wochenende für die Lausitzer Füchse. Am Freitag nach dem Erfolg im Sachsenderby bei den Eislöwen Dresden schwärmten Trainer und Mannschaft von der lautstarken Unterstützung der knapp 500 mitgereisten Anhänger. „Es war eine großartige Atmosphäre. Die Fans haben ihre Teams lautstark unterstützt. Das war eine gute Unterhaltung“, erklärte Trainer Corey Neilson.

Und Torhüter Mac Carruth, der zum ersten Mal bei einem solchen Sachsenderby dabei war, staunte über die „elektrisierende“ Stimmung auf dem Eis: „Die Fans waren unglaublich.“ In der vergangenen Saison hatten die Füchse alle vier Derbys gegen Dresden gewonnen.

Am Sonntag vor dem Heimspiel gegen Bad Nauheim sorgten die Füchse-Fans dann erneut für Gänsehaut-Momente. Mit einer 26 mal vier Meter großen Choreografie warben sie um finanzielle Unterstützung für das geplante Großprojekt beim Hockey-Open-Air am 4. Januar 2020 im Dresdner Dynamo-Stadion. Genau wie 2016 soll dann erneut ein Riesenbanner den gesamten blau-gelben Fanblock schmücken.

Christof Kreutzer (Bad Nauheim): „Ich bin mächtig stolz auf meine Mannschaft. Wir hatten in den vergangenen drei Spielen ja eine regelrechte Gegentor-Grippe. Nun haben die Medikamente angeschlagen. Wir haben den Sieg, verdient, weil wir um jeden Millimeter gekämpft haben. Wir haben uns die drei Punkte erarbeitet.“

Corey Neilson (Lausitzer Füchse): „Das war eine unglückliche Niederlage. Denn wir waren das bessere Team. Bad Nauheim hat verzweifelt gespielt und viele Schüsse geblockt. Aber wenn wir so weiterspielen, werden wir auch wieder Spiele gewinnen.“

Lausitzer Füchse – EC Bad Nauheim 1:2 (0:0, 0:1, 1:1)

Tore: 0:1 Bires (30.), 1:1 Hammond (45.), 1:2 El-Sayed (52.); Schiedsrichter: Apel/Lenhart; Zuschauer: 2803; Strafminuten: 10 / 14.

Das nächste Spiel: ESV Kaufbeuren - Lausitzer Füchse am Freitag um 19.30 Uhr.

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