Von Steven Wiesner

Es kommt schon eher selten vor, dass zwei Tore ausreichen, um ein Eishockey-Spiel zu gewinnen. Damit so etwas überhaupt gelingen kann, braucht es eine äußerst kontrollierte und disziplinierte Spielanlage, und nicht zuletzt einen überdurchschnittlich guten Puckfänger zwischen den Pfosten. Über beides verfügten die Lausitzer Füchse am Sonntagabend im Topspiel der 2. Deutschen Eishockey Liga (DEL2) beim 2:1-Heimerfolg gegen die Heilbronner Falken. Vor allem Füchse-Torhüter Mac Carruth verdiente sich ein Sonderlob von Trainer Corey Neilson: „Mac hat wieder gut gehalten“, sagte der Coach.

Und so gelang zwei Tage nach dem 3:1-Auswärtssieg in Kaufbeuren das erste Sechs-Punkte-Wochenende. Spätestens jetzt sind die Lausitzer Füchse damit so richtig angekommen in der neuen Spielzeit. Bis zum zwölften Spiel hat Weißwasser seine Fans und auch sich selbst auf den ersten verlustpunktfreien Doppelspieltag warten lassen. Zum Vergleich: In der Vorsaison waren die Sachsen schon am 3./4. Spieltag erstmals makellos geblieben.

Corey Neilson zeigte sich dementsprechend sehr zufrieden, nachdem sein Team die Überraschungsmannschaft des ersten Saisonabschnitts in der DEL2 gestoppt hatte. Mit drei Siegen am Stück (7:1 in Bad Nauheim, 5:2 gegen Ravensburg und 3:2 gegen die Eislöwen Dresden) war der Tabellenzweite vom Neckar in den Fuchsbau gereist und hatte dabei 15 Tore zustandegebracht. Die Füchse aber hielten ihren Abwehrverbund beisammen und gestatteten den Falken lediglich einen Torjubel, genauso wie zuvor Kaufbeuren. Nur zwei Gegentore an einem Wochenende hatten die Lausitzer Füchse bisher noch nicht kassiert in 2019/20. Der Bestwert lag bis dato bei sechs Gegentoren, aufgestellt eine Woche zuvor gegen Dresden (6:4) und Bad Nauheim (1:2).

Neben dem starken Mac Carruth, der hinter Andreas Mechel von den Tölzer Löwen die beste Fangquote aller DEL2-Stammtorhüter aufweist (92,34 Prozent), nennt Neilson noch weitere Gründe für die verbesserte Abwehrarbeit der Füchse: „Es dauert eine Weile, bis alle verstehen, wie wir spielen wollen. Aber wir kämpfen mehr und halten mehr dagegen. Unser Unterzahlspiel passt besser und wir stehen in der Defensive auf der richtigen Seite des Pucks.“

Und so nähern sich die Lausitzer Füchse allmählich auch dem richtigen Ende der Tabelle an. Aktuell sind die Füchse auf Platz fünf verortet. Mit einem Sieg an diesem Dienstag (19.30 Uhr) beim Schlusslicht in Landshut könnte Weißwasser sogar vorrücken auf den 3. Platz. Doch ob in Bayern erneut zwei Tore ausreichen, um das Spiel zu gewinnen, bleibt abzuwarten. In jedem Fall werden sich die Füchse für die kürzlich erlittene Heimniederlage (4:5 n.V.) revanchieren wollen.