Die Lausitzer Füchse bleiben der Angstgegner der Eislöwen Dresden. Nach den vier Derby-Erfolgen in der vergangenen Saison gegen Dresden nahm Weißwasser auch diesmal wieder den Sieg mit und durfte sich für das 6:4 von den etwa 400 mitgereisten Fans am Freitagabend feiern lassen.

Nach dem 3:2 gegen Bietigheim am Sonntag gelangen den Füchsen in der laufenden Saison zum ersten Mal zwei Siege in Serie. Dresden rutschte durch die Heimpleite auch unter dem neuen Coach Rico Rossi wieder in den Tabellenkeller der DEL2.

Beiden Mannschaften war der durchwachsene Saisonstart anzumerken. Spielerische Sicherheit zog nur selten in die Aktionen ein. Die Gäste verdienten sich den Sieg mit einem ordentlichen Schlussdrittel.

Bei den Füchsen gab Sebastian Streu sein Debüt. Der Mittelstürmer vom Kooperationspartner Eisbären Berlin soll nach Kurzeinsätzen in der DEL nun eine Etage tiefer Wettkampfpraxis sammeln.

Die erste Schrecksekunde bei den Lausitzer Füchsen gab es schon lange vor dem ersten Bully. Denn das Team stand am Freitagnachmittag ohne Bus da. Die Spieler reisten deshalb in Privat-Pkw in die sächsische Landeshauptstadt.

Pünktlich ankommen war auch die Devise für die Fans auf den Rängen. Denn es gab bereits im ersten Drittel einiges zu sehen. Die Füchse gingen zunächst durch Jordan George in der 5. Minute in Führung. Nach einem kapitalen Abwehrfehler musste sie dann aber den 1:1-Ausgleich durch Nick Huard (9.) hinnehmen. Nur 25 Sekunden später brachte Darcy Murphy die Gäste erneut in Führung (2:1/9.).

Für Stimmung sorgte kurz vor der ersten Drittelpause eine wüste Schlägerei zwischen Füchse-Stürmer Daniel Schwamberger und dem Dresdner Sebastian Zauner. Einen Sieger gab es nicht. Beide Spieler mussten auf die Strafbank.

Das 2. Drittel verlief nicht so ausgeglichen wie dieser Faustkampf. Denn Dresden machte jetzt viel Druck. Weißwasser kam zwar zunächst zum dritten Treffer durch Topscorer Mike Hammond (27.). Aber die Eislöwen schafften durch Dale Mitchell (28.) und erneut Nick Huard (31.) den verdienten 3:3-Ausgleich.

Im letzten Drittel war Weißwasser das effektivere Team. Robert Farmer (50.) und Darcy Murphy (56.) erzielten die Treffer vier und fünf, ehe es Dale Mitchell mit dem 4:5 (57.) wieder spannend machte. Als das Eislöwen-Tor leer war, gelang Jakub Kania der 6:4-Siegtreffer (59.).

Corey Neilson (Weißwasser): „Es war eine großartige Atmosphäre. Die Fans haben ihre Teams lautstark unterstützt. Das war eine gute Unterhaltung. Wir haben Chancen unsere Chancen genutzt und den Puck immer wieder vor das Tor gebracht. Wir nehmen die drei Punkte gern mit.“

Rico Rossi (Dresden): „Die Atmosphäre war wirklich Wahnsinn. Es hat sich ein wildes, offenes Spiel entwickelt. Gefallen hat mir, dass meine Mannschaft nie aufgegeben hat. Darauf können wir aufbauen.“

Eislöwen Dresden - Lausitzer Füchse 4:6 (1:2, 2:1, 1:3)
Tore:0:1 George (5.), 1:1 Huard (9.), 1:2 Murphy (9.), 1:3 Hammond (27.), 2:3 Mitchell (28.), 3:3 Huard (31.), 3:4 Farmer (50.), 3:5 Murphy (56.), 4:5 Mitchell (57.), 4:6 Kania (59.); Schiedsrichter: Haupt/Singer; Zuschauer: 4050; Strafminuten: 14 + 10 (Zauner) / 18 + 10 (Schwamberger).

Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse - EC Bad Nauheim am Sonntag um 17 Uhr.

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