Von Steven Wiesner

Diesen Auftritt wird man bei den Lausitzer Füchsen schnell vergessen wollen. Im Nachholspiel der 2. Deutschen Eishockey Liga (DEL2) kassierten die Weißwasseraner am Dienstagabend eine krachende 1:7-Niederlage beim Aufsteiger EV Landshut. Eine deftige Backpfeife für die Lausitzer – oder wie man im bayerischen Gelände im Landshuter Niederbayern sagen würde: „Des war a Watschn!“

Manch einer mag am heimischen Liveticker womöglich gehofft haben, dass sich der Ergebnisdienst vielleicht nur verschrieben hat. 0:5? Nach noch nicht einmal 30 Minuten? Da muss doch jemand auf der Tastatur eingeschlafen sein? Aber nein. Tatsächlich war noch nicht mal Halbzeit, da hatte der Landshuter Stadionsprecher bereits den fünften Torschützen ausgerufen.

Noch mehr als die 100 bis 200 mitgereisten Lausitzer Fans konnte einem eigentlich nur Füchse-Keeper Maximilian Franzreb leidtun. Nach seiner Abstellung zum Kooperationspartner Eisbären Berlin während der Saisonvorbereitung kehrte der 23-Jährige nun wieder nach Weißwasser zurück, um sein Saisondebüt in der DEL2 für die Mannschaft von Trainer Corey Neilson zu geben und den zuletzt so starken Mac Carruth zu ersetzen. Doch Franzreb hatte sich ein denkbar ungünstiges Spiel für seine Rückkehr ins Füchse-Tor ausgesucht. Bei seinen Vorderleuten klappte wenig und bei den Landshutern nahezu alles. Und so löste Weißwasser mit dem 1:7 am Ende das 2:5 gegen die Kassel Huskies als seine höchste Niederlage in der laufenden DEL2-Saison ab. Mit einem gehaltenen Penalty gegen Marc Schmid­peter (35.) verhinderte Franzreb sogar eine noch deftigere Pleite.

Auch der sehenswerte Schlagschuss in den rechten Knick von Feodor Boiarchinov (53.) zum Ehrentreffer konnte den Gesamteindruck natürlich nicht schönen.

Für die Bayern, bei denen seit einem Jahr auch der Ex-Fuchs und gebürtige Bad Muskauer Elia Ostwald spielt, war es überhaupt erst der erste Dreier. Zuvor waren dem bisherigen Schlusslicht, das aufgrund seines Stadionumbaus erst neun Partien bestreiten konnte, nur Teilerfolge gelungen wie beim 5:4 nach Verlängerung im ersten Vergleich mit den Füchsen Anfang des Monats. Füchse-Coach Neilson urteilte: „Landshut hat es klasse gemacht und unsere Fehler bestraft. Wir hatten leider kein Glück im Abschluss.“

Statistik:

EV Landshut – Lausitzer Füchse 7:1 (2:0, 3:0, 2:1).

Tore: 1:0 Jirik (10.), 2:0 Pompei (20.), 3:0 Forster (25.), 4:0 Pompei (28.), 5:0 Gollenbeck (30.), 6:0 Brandl (44./PP), 7:0 Czarnik (49./PP), 7:1 Boiarchinov (53.); Schiedsrichter: Feistl/Vogl; Zuschauer: 2315; Strafminuten: 12 / 18.

Nächstes Spiel: Wölfe Freiburg – Lausitzer Füchse am Freitag (19.30 Uhr).