Der Trainingsplan der Lausitzer Füchse für Samstag, Sonntag und auch Montag beinhaltet nur einen einzigen Punkt: nämlich kein Training. „Der Plan ist,  dass die Jungs zu Hause bleiben, sich erholen und nicht krank werden. Hoffentlich verletzt sich dabei niemand, denn wir haben im Moment schon genug Pech“, erklärte Trainer Corey Neilson nach der 2:4-Niederlage gegen den EC Bad Nauheim in Weißwasser.

Anders als sonst hatten die Füchse am Sonntag in der DEL2 spielfrei. Die nächste Übungseinheit findet erst am Dienstag statt. Mit seinem Couch-Befehl reagiert Neilson auf die Personalsorgen im Weißwasseraner Kader. Am Freitagabend gegen Bad Nauheim mussten die Gastgeber auf insgesamt sieben Spieler verzichten. Neben den langzeitverletzten Roberto Geisler, Clarke Breitkreuz, Jakub Kania und Jake Ustorf fällt auch Joel Keussen aufgrund einer Viruserkrankung vorläufig aus. Topscorer Jeff Hayes und Chris Owens mussten jeweils wegen Erkältung  ebenfalls passen.

Zu allem Überfluss kam dann auch noch die Verletzung von Torhüter Olafr Schmidt dazu. Die bittere Diagnose: Schmidt hat sich die Schulter ausgekugelt. Wie lange der 23-jährige Keeper ausfällt, ist offen. „Wenn die Bänder okay sind, wird es hoffentlich nicht allzu lange ­dauern“, erklärt Geschäftsführer Dirk Rohrbach. Eine MRT-Unter­suchung an diesem Montag soll Klarheit bringen.

Schmidt kugelte sich die Schulter aus, als er bei einer angezeigten Strafzeit gegen die Gäste aus Bad Nauheim zur Bande fuhr und dort unglücklich strauchelte. Mit ­Konstantin Kessler, der ab der 19. Minute für Schmidt hielt, hat Weißwasser nur einen gesunden Torhüter im Kader. Niklas Zoschke ist am Knie verletzt und kann laut Rohrbach eventuell in zwei Wochen wieder auf der Bank sitzen: „Wir ­arbeiten an einer Lösung.“

Die Spieler sollen entsprechend des Couch-Befehls ihres Trainers zumindest bis Dienstag nicht arbeiten, sondern sich erholen. ­Einige Profis nutzten die Pause, um bei ­einem Wochenend-Trip den Akku für die entscheidende Phase dieser bislang so erfolgreichen Saison aufzuladen. Die Playoff-Teilnahme ist Weißwasser kaum noch zu nehmen. Jetzt geht es darum, das Heimrecht für das Viertelfinale zu sichern. Dass die Füchse am spielfreien Sonntag die Tabellenführung an die Löwen Frankfurt abgeben mussten, die sich bei den Heilbronner Falken mit 6:3 durchsetzten, dürfte man in Weißwasser verschmerzen. Der Blick ist vor allem auf die verbleibenden acht Partien der Hauptrunde gerichtet.

Gegen Bad Nauheim  konnten die Gastgeber den personellen Aderlass nicht kompensieren, auch wenn sie kurz vor Schluss drauf und dran ­waren, den Ausgleich zu er­zielen. „Man hat gesehen, dass wichtige Spieler gefehlt haben“, räumte Neilson ein. „Ich hoffe, einige Spieler kommen zurück, vor allem die Leistungsträger. Es ist aber auch wichtig zu regenerieren, denn es ist eine lange Saison.“ Die Füchse ­wollen schließlich im April, wenn die Playoffs gespielt werden, noch möglichst lange auf dem Eis stehen – und nicht auf der Coach liegen.