Von Steven Wiesner

Die Lausitzer Füchse haben in der 2. Deutschen Eishockey Liga (DEL2) einen glücklichen, aber wichtigen Arbeitssieg eingefahren. Am Sonntagabend bezwangen die Weißwasseraner die Bietigheim Steelers mit 3:2 und wendeten somit eine sieglose Drei-Spiele-Woche ab. Zuvor hatte die Mannschaft von Trainer Corey Neilson gegen den EV Landshut (4:5 n.V.) und die Ravensburg Towerstars (5:6 n.P.) verloren.

Die Bietigheim Steelers, Zweitliga-Meister der Jahre 2009, 2013, 2015 und 2018, hatten zuvor mit merkwürdigen Ergebnissen aufhorchen lassen in der Liga. Denn noch am Mittwoch kassierten die Baden-Württemberger eine wohl historische 2:10-Klatsche bei den Kassel Huskies, nur um sich zwei Tage später wieder mit einem 4:1-Sieg gegen die Dresdner Eislöwen zu rehabilitieren. In Weißwasser zeigten sie sich auch gut erholt von dem Zehn-Tore-Schock und waren die bessere Mannschaft. Folgerichtig gingen die Steelers zweimal in Führung durch die Tore von Norman Hauer (2.) und Robert Kneisler (23.).

Mit im Schlepptau hatten die Steelers am Sonntag auch zwei ehemalige Füchse – und zwar nicht irgendwelche. Denn Dennis Swinnen und Chris Owens waren beide jeweils Leistungsträger während ihrer Zeit im Fuchsbau.

Eine Rolle, die nun womöglich Jordan George übernehmen könnte. Der Deutsch-Amerikaner erzielte gegen Bietigheim einen Doppelpack und traf damit fünf Mal in den vergangenen drei Spielen. Mit acht Ligatreffern ist der 29-Jährige aktuell bester Schütze bei den Lausitzern.

Auch am Freitag gegen die Ravensburg Towerstars hatte George genetzt. Allerdings vermochten die Füchse eine 4:1-Führung nicht über die Zeit zu bringen. Eine Minute vor dem zweiten Auswärtssieg der Saison glich der amtierende Meister mit 5:5 aus und krallte sich im Penaltyschießen auch noch den Zusatzpunkt. Vor allem der Ravensburger Rob Flick dürfte den Füchsen in der darauffolgenden Nacht noch in so manchem Traum begegnet sein. Flick erzielte die ersten vier (!) Treffer der Towerstars im Alleingang.

Somit brachten die George-Tore in Ravensburg nur einen Zähler. Gegen Bietigheim aber war der Ertrag größer. Mit seinen Treffern besorgte er zweimal den Ausgleich, ehe Darcy Murphy mit der zweiten Sirene zur ersten Führung für die Füchse traf, die im Übrigen ohne den Grippe geschwächten Feodor Boiarchinov auskommen mussten.

Der Schlussabschnitt war dann eine reine Abwehrschlacht mit einem unüberwindbaren Mac Carruth im Füchse-Tor und einer zwischenzeitlichen 3:6-Unterzahl, die Weißwasser schadlos überstand. Coach Neilson bilanzierte: „Es ist schön, mal wieder gewonnen zu haben, obwohl Bietigheim heute das bessere Team war. Es hat eine Weile gedauert.“

Statistik:

Freitag: Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse 6:5 n.P. (1:1, 0:3, 4:1 / 1:0)

Tore: 0:1 Keussen (16./PP), 1:1 Flick (18./PP), 1:2 Mik (26.), 1:3 Murphy (30.), 1.4 Rentsch (34.), 2:4 Flick (46.), 3:4 Flick (47./PP), 3:5 George (50.), 4:5 Flick (56./PP), 5:5 Just (59.), 6:5 Driendl (Pen.); Schiedsrichter: Haupt/Oswald; Zuschauer: 2594; Strafminuten: 8 / 14.

Sonntag: Lausitzer Füchse – Bietigheim Steelers 3:2 (1:1, 2:1, 0:0)

Tore: 0:1 Hauner (2.), 1:1 George (3.), 1:2 Kneisler (23.), 2:2 George (34./PP), 3:2 Murphy (40./PP); Schiedsrichter: Schütz/Vogl; Zuschauer: 2250; Strafminuten: 16 / 14.

Nächstes Spiel: Dresdner Eislöwen – Lausitzer Füchse am Freitag (19.30 Uhr).