Von Steven Wiesner

Na bitte! Die Lausitzer Füchse haben am 11. und 12. Spieltag das erste Sechs-Punkte-Wochenende in der 2. Deutschen Eishockey Liga (DEL2) geschafft. Am Freitag hatte Weißwasser bereits mit 3:1 beim ESV Kaufbeuren gewonnen. Am Sonntag folgte dann der nächste Heimsieg und somit der Abschluss eines makellosen Wochenendes für die Füchse. Gegen die Heilbronner Falken setzte sich die Mannschaft von Trainer Corey Neilson knapp mit 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) durch.

Die Gäste vom Neckar waren bisher die größte Überraschung in dieser Saison. In der Vergangenheit waren sie eher im unteren Tabellenbild verortet. Nun aber reisten die Falken als Tabellenzweiter in den Fuchsbau. Und sie hatten auch den besten Topscorer sowie den besten Torschützen der Liga mit im Reisegepäck. Dylan Wruck führte das individuelle Ranking vor der Paarung mit 21 Scorerpunkten an und Yannik Valenti kam als bester Torjäger nach Weißwasser (10 Tore).

Es war allerdings der Topscorer der Füchse, der dem Spiel seinen Stempel aufdrückte: Jordan George. Eben jener sorgte nach etwas mehr als 30 Sekunden für den Blitzstart und die rasche 1:0-Führung für Weißwasser. Die Füchse waren die aktivere und bessere Mannschaft. Das änderte sich aber im Mittelabschnitt, den die Heilbronner für sich entschieden. Der 19-jährige Yannik Valenti, dessen Vater Sven Valenti zwischen 2008 und 2011 für die Lausitzer Füchse gespielt hatte, kannte keine Freunde in diesem Duell und stockte sein Torekonto in der DEL2 weiter auf. Er musste nach dem Spiel aber auch fair konstatieren: „Wir sind nicht gut reingekommen, haben uns im zweiten Drittel etwas gesteigert, aber letztlich verdient verloren.“

Denn wieder hatte Jordan George noch etwas auf der Kelle und traf nach schönem Zusammenspiel mit Joel Keussen und Mike Hammond zum Sieg in der 45. Minute. Das Zusammenspiel mit George und Hammond war auch Füchse-Coach Corey Neilson positiv aufgefallen. „Die beiden funktionieren gut zusammen und haben eine tolle Chemie“, sagte Neilson und fügte hinzu: „Es war ein großer Sieg vor einer tollen Kulisse und gegen einen großartigen Torhüter.“ Ein ums andere Mal hatte Matthias Nemec im Gäste-Tor glänzend pariert. Neilson: „Heilbronn spielt viel besser und struktierter als in der letzten Saison.“ Trotzdem endete die Serie der Überraschungsmannschaft in der Lausitz.

Statistik:

Freitag: ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse 1:3 (0:1, 0:2, 1:0).

Tore: 0:1 Breitkreuz (16.), 0:2 Ustorf (31.), 0:3 Monteith (37.), 1:3 Blomqvist (54.); Schiedsrichter: Bauer/Hascher; Zuschauer: 2401; Strafminuten: 4 / 31 – Granz (Spieldauerdisziplinarstrafe).

Sonntag: Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken 2:1 (1:0, 0:1, 1:0).

Tore: 1:0 George (1.), 1:1 Valenti (37.), 2:1 George (45.); Schiedsrichter: Fauerbach/Klein; Zuschauer: 2351; Strafminuten: 10 / 10.

Nächstes Spiel: EV Landshut – Lausitzer Füchse am Dienstag (19.30 Uhr).