Kein Sieg, nur ein Podestplatz, insgesamt 13 Top-Ten-Resultate - in keinem der vergangenen fünf Jahre gab es zum gleichen Zeitpunkt eine schwächere Ausbeute für die Alpin-Sparte des DSV.

"Wenn man es ganz nüchtern sieht, ist es bei Weitem nicht das, was wir uns nach der Vorbereitung versprochen hatten", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier nach dem Flutlicht-Slalom von Madonna di Campiglio und Neureuthers Aus im ersten Durchgang.

Vor dem Start in den Winter mit der WM in St. Moritz als Saisonhöhepunkt galt Viktoria Rebensburg als Kandidatin für mindestens eine Kugel. Fritz Dopfer wollte voller Zuversicht zurück zur Form der letzten WM-Saison, als er sich mit Slalom-Silber in den USA für den stärksten Winter seiner Karriere belohnte. Und Neureuther hatte seit Jahren mal wieder einen Sommer ohne körperliche Rückschläge hinter sich. Dazu kam das große Potenzial im Nachwuchs.

Ziemlich genau drei Monate nach dem optimistischen Ausblick hat die Realität den DSV eingeholt. Dopfer fällt mit einem gebrochenen Schien- und Wadenbein wie Benedikt Staubitzer (Bandscheibenvorfall) aus. Rebensburg verletzte sich vor dem Saisonstart am Knie, und auch für Felix Neureuther läuft die Saison nicht nach Wunsch. In Madonna schied der 32-Jährige mit Startnummer eins im ersten Lauf schon nach weniger als 30 Sekunden aus. Der Norweger Henrik Kristoffersen gewann - während die deutschen Ski-Stars aufs neue Jahr setzen.