Der langjährige Bayern-Profi Badstuber soll dagegen eine Stütze für den Neustart in der höchsten deutschen Fußball-Liga werden. Der verletzungsanfällige Verteidiger erhielt einen Einjahresvertrag, wie die Stuttgarter am Freitag mitteilten.

Schindelmeiser war zu dem Zeitpunkt bereits von seinen Aufgaben entbunden worden. Offiziell endet die Zusammenarbeit mit dem früheren Manager von 1899 Hoffenheim zum 30. September. "Wir bedauern diesen Schritt, waren letztlich aber nicht mehr davon überzeugt, dass die Umsetzung unserer Ziele und der getroffenen Absprachen in der bisherigen Personalkonstellation zu erreichen sind", sagte VfB-Präsident Wolfgang Dietrich. Die Entscheidung sei nach intensiven Gesprächen im Aufsichtsrat gefallen. Einstimmig sei der Entschluss erfolgt. Schon vor dem ersten Pflichtspiel herrscht beim VfB damit einmal mehr Unruhe.

Schindelmeiser-Nachfolger soll der "Bild"-Zeitung zufolge der bisherige Kader-Planer des FC Bayern München, Michael Reschke, werden. Der Technische Direktor des deutschen Rekordmeisters stehe kurz vor dem Vertragsabschluss mit den Stuttgartern. Nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" soll Reschke zum 1. Oktober anfangen. Der VfB wollte sich zu der Personalie allerdings nicht äußern. Auch der FC Bayern, der seit Montag mit Hasan Salihamidzic wieder einen Sportdirektor hat, gab keine Stellungnahme ab. Reschke war zum 1. Juli 2014 von Bayer Leverkusen nach München gewechselt. Bei der Werkself war er als Assistent von Sportdirektor Rudi Völler und Scouting-Chef aktiv. Reschke ist ein Experte auf dem internationalen Transfermarkt und ein hervorragender Verhandler.

Auf dem Platz soll der 31-malige Nationalspieler und einstige VfB-Jugendspieler Badstuber eine Führungsrolle übernehmen. Der VfB erhofft sich von dem 28-Jährigen - dem zweiten prominenten Neuen nach Weltmeister Ron-Robert Zieler - Stabilität und Erfahrung für seine in der vergangenen Saison teils wacklige Defensive. Der Ex-Bayern-Profi habe laut Twitter-Mitteilung "sehr gute Angebote aus dem Ausland abgelehnt" und sich "ganz bewusst" für Stuttgart entschieden: "Denn nirgendwo hat es so geknistert wie beim VfB."