Seit über einem Jahrzehnt hat der gebürtige Riesaer die Tor hüter in der Lausitz ausgebildet. 2001 stieg der Ex-Profi beim Fußball-Landesverband (FLB) ein, ab 2005 war Zeiß dann für den FC Energie zunächst im Nachwuchsbereich tätig. Vor vier Jahren übernahm er neben den Talenten auch das Coaching der Keeper des Profiteams. Als Torwart-Trainer formte er Spieler wie Martin Männel (Erzgebirge Aue), Tom Mickel (SpVgg Greu ther Fürth), Sebastian Mielitz (Werder Bremen) und zuletzt Thorsten Kirschbaum, der inzwischen beim VfB Stuttgart unter Vertrag steht. Aktuelles Aushängeschild des Vereins ist U 18 Nationaltorhüter Fritz Pflug.

In den nächsten Tagen wird Zeiß zum vorläufig letzten Mal einen Fortbildungslehrgang für Torwart-Trainer im Land Brandenburg leiten. Es ist ein Abschied mit gemischten Gefühlen. "Ich verlasse Energie Cottbus zwar nicht im Streit, aber mit einer gewissen Trauer. Denn ich habe insgesamt die Wertschätzung für die Ausbildung der Torhüter und damit auch für meine Arbeit vermisst", betont er.

"Trotzdem bin ich vielen Menschen zu Dank verpflichtet, die mich hier begleitet haben. Zum Beispiel möchte ich mich bei Detlef Wohlfahrt sowie Oliver Nitschke vom FLB und auch bei Energies Nachwuchsleiter Matthias Heidrich bedanken."

RB Leipzig hatte schon in der vergangenen Saison großes Interesse am Cottbuser Torwart-Trainer gezeigt. Damals entschied sich Zeiß jedoch gegen einen Wechsel. "Seitdem hat RB immer wieder sein Interesse erneuert. Mich reizt es, bei diesem Projekt dabei zu sein und mich weiterzuentwickeln", begründet er seine Motivation für den Wechsel nach Leipzig.