(red/jal) Dass am Ende für die Asahi-Judoka um Kapitän Oleg Ilts beim 5:9 gegen das Hamburger Judo Team doch kein Punkt für die Bundesliga-Tabelle heraussprang, schien die mehr als 500 Zuschauer in Spremberg-Haidemühl nicht zu stören: Das Publikum feierte jeden einzelnen heimischen Kämpfer in den Duellen mit den Kontrahenten vom deutschen Meister aus dem Norden. Asahi-Chef Dirk Meyer bilanzierte trotz der Niederlage zufrieden: „Mit ein bisschen mehr Glück und vielleicht auch etwas mehr Erfahrenheit  holen wir hier heute ein Unentschieden.“

Zur Halbzeitpause lagen die Spremberger schon fast aussichtslos mit 1:6 hinten. Den einzigen Punkt holte das polnische Schwergewicht Tomasz Domanski. Lucas Gerlach und Robert Strohschein verloren erst im Golden Score. Oleg Ilts und Johannes Kruse führten in ihren Kämpfen und gingen trotz starker Auftritte als Verlierer von der Matte.

Besonders schmerzlich war die Niederlage des Spremberger Kapitäns Ilts. Gegen den Junioren-Vizeweltmeister Bogdan Iadov gelang Ilts ein ähnlich spektakulärer Wurf wie im Vorjahr gegen den Europameister, allerdings verwehrten im dieses Mal die Kampfrichter den vollen Punkt. Wenige Augenblicke später revanchierte sich der Ukrainer in Hamburger Diensten und erwischte Ilts ebenso spektakulär, wodurch sich der Kapitän verletzte und in die Spremberger Notaufnahme musste. „Oleg geht es wieder besser, aber es hätte aus meiner Sicht gar nicht dazu kommen dürfen. Der Kampf hätte nach Olegs Wurf zu Ende sein müssen“, so Meyer.

Die Rückrunde gewannen die Spremberger wie im Vorjahr 4:3 und brachten den Deutschen Meister kräftig ins Wackeln. Pascal Meyer im Leichtgewicht, Michel Daue in seiner neuen Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm und die beiden Polen Jakub Wojcik und wiederum Tomasz Domanski holten unter dem Jubel der Fans die vier Spremberger Punkte.

Youngster Luc Meyer machte wieder einen starken Kampf und führte bis sieben Sekunden vor Schluss. „Da fehlt noch ein bisschen die Erfahrung. Aber böse ist hier niemand“, so Co-Trainer Michael Rex.

Kommende Woche geht es für  Asahi nach  Aachen zur Hertha aus Walheim und bereits am 18. Mai kommt der ungeschlagene Tabellenführer Witten nach Spremberg.