"Das war ein sehr viel versprechender Start. Wir haben ein verlässliches, ein schnelles Auto. Es wird sehr spannend und interessant", sagte er. Der Formel-1-Oldie war mit dem Neustart nach der verkorksten letzten Saison hochzufrieden. "Es ist das Beste, um alle motivieren zu können", sagte der 37-Jährige. "Wir sind ein ernsthafter Titelanwärter", befand Ferraris Technikchef Ross Brawn nach der Rückkehr seines Teams zur alten Stärke. Nur 1,250 Sekunden war sein Starpilot nach den 308,238 Kilometern langsamer als Titelverteidiger Alonso. Der Renault-Pilot gewann den hochdramatischen Großen Preis von Bahrain beim letzten Boxen-Stopp. "Ich hatte Glück, dass ich da knapp die Nase vorne hatte", sagte der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte und prophezeite: "Das wird eine sehr enge Saison."
Schumacher lag nach dem spannenden Rennen deutlich vor Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen. Der Finne wurde nach furioser Aufholjagd immerhin noch Dritter. Sein McLaren-Mercedes Teamkollege Juan-Pablo Montoya (Kolumbien) fuhr auf Rang fünf hinter den Briten Jenson Button im Honda. Neben Schumacher durfte auch Nico Rosberg aus Wiesbaden jubeln. Der Williams-Pilot beendete seine Premiere als Siebter und holte auf Anhieb WM-Punkte.
Nick Heidfeld fuhr im ersten Grand Prix des BMW-Teams nach den 57 Runden auf Platz zwölf. "Es ist enttäuschend, von Startplatz zehn keine Punkte geholt zu haben", sagte er. "Wir müssen noch ordentlich arbeiten", sagte BMW-Motorsport-Direktor Mario Theissen. Sein Fahrer aus Mönchengladbach wurde genauso überrundet wie Ralf Schumacher. Der Toyota-Pilot enttäuschte als 14. und war nicht zum Scherzen aufgelegt.
Seinem Bruder dagegen war die Freude anzusehen: "Wenn uns das einer nach der vergangenen Saison gesagt hätte, wären wir glücklich gewesen - und genau das sind wir", sagte der siebenmalige Weltmeister. 266 Tage nach seinem letzten Erfolg im Skandal-Rennen von Indianapolis war Schumacher schon beim WM-Auftakt 2006 nahe dran an seinem 85. Karriere-Erfolg.

Ergebnisse GP von Bahrain
Grand Prix Bahrain/Sachir (57 Runden á 5,412 km/308,238 km): 1. Fernando Alonso (Spanien) Renault F1 Team 1:29:46,205 Std. (Schnitt: 206,018 km/h); 2. Michael Schumacher (Kerpen) Scuderia Ferrari + 1,250 Sek.; 3. Kimi Räikkönen (Finnland) McLaren-Mercedes + 19,330; 4. Jenson Button (Großbritannien) Honda F1 Racing + 19,940; 5. Juan Pablo Montoya (Kolumbien) McLaren-Mercedes + 37,000; 6. Mark Webber (Australien) WilliamsF1 Team + 41,990; 7. Nico Rosberg (Wiesbaden) WilliamsF1 Team + 1:03,000 Min.; 8. Christian Klien (Österreich) Red Bull Racing + 1:06,750.
Fahrer-Wertung nach 1 von 18 Rennen: 1. Fernando Alonso 10 Punkte, 2. Michael Schumacher 8, 3. Kimi Räikkönen 6.
Nächstes Rennen: GP Malaysia am 19. März in Sepang .