Während Bruder Ralf nach dem enttäuschenden Auftakt von Toyota in Europa testen musste, verzichtete Michael Schumacher ebenso wie Titelverteidiger Fernando Alonso (Spanien/Renault) auf weitere Proberunden. "Das Gute ist, dass es diesmal absolut keine Umstellungsprobleme mit Klima oder Zeitverschiebung geben wird, denn wir haben uns ja quasi Schritt für Schritt umgestellt: erst Bahrain, dann Malaysia, jetzt Australien", so der Rekord-Weltmeister.
Alonso nimmt nach dem Sieg in Bahrain und dem zweiten Rang zuletzt hinter Teamkollege Giancarlo Fisichella (Italien) die neuerliche Herausforderungen eher gelassen an. "Die Resultate haben mir mehr Selbstvertrauen gegeben. Es ist schwer zu erklären, aber wenn man sieht, was das Auto leisten kann, habe ich keine Zweifel daran, dass wir die Weltmeisterschaft wieder gewinnen können", so der bislang jüngste Titelträger der Formel 1.
Mit voller Kraft könne sich die Scuderia in die nächste Aufgabe, sprich in den Großen Preis am kommenden Sonntag (6 Uhr; RTL und Premiere) stürzen, versicherte aber auch Schumacher, der sieben Punkte hinter Alonso (18) liegt. Dem vielversprechenden Auftakt mit Platz zwei in Bahrain folgte ein Dämpfer mit dem sechsten Rang in Sepang. "Wir werden versuchen, an die Leistung aus dem ersten Saisonrennen anknüpfen", kündigte Schumacher an. Allerdings bremste er nach dem "sehr zufrieden stellenden" Saisonbeginn auch in gewohnter Manier: "Realistisch wäre ein Ergebnis zwischen dem in Bahrain und dem in Malaysia."
Bruder Ralf hofft unterdessen, dass die jüngsten Testfahrten ihn näher an die Spitze bringen und dem ersehnten ersten Toyota-Sieg in der Formel 1 ebenfalls ein Stückchen näher. "Wir hatten Probleme mit dem Aufheizen der Reifen", sagte der 30-Jährige, der in diesem Jahr ebenso wie Bruder Michael auf Bridgestone-Pneus unterwegs ist. "In Australien werden wir sehen, wie weit wir kommen." Die Strecke sei oft schmutzig, so dass Grip schwer zu bekommen sei. "Es wartet ein schweres Wochenende auf uns."