Keine Punkte, kein Heimrecht in den Playoffs: Die Lausitzer Füchse haben die überaus starke Hauptrunde in der DEL2 mit zwei schmerzhaften Niederlagen beendet und damit auf der Zielgeraden doch noch die gute Ausgangsposition für das Viertelfinale verspielt. Weißwasser verlor am Freitag gegen Crimmitschau 3:4 und am Sonntag bei den Kassel Huskies 2:3.

Das Team von Trainer Corey Neilson rutschte in der Tabelle auf Rang fünf ab. Im Playoff-Viertelfinale ­treffen die Füchse auf den ESV Kaufbeuren. Die erste Partie in der Serie nach dem Modus best of seven findet am 15. März in Kaufbeuren statt.

Bei den Füchsen gab es erneut ­einen Wechsel auf der Torwart-­Position. Neuzugang Jason Kasdorf absolvierte seine zweite Partie. Beim 1:5 in Bietigheim hatte der Kanadier einen denkbar schlechten Einstand erwischt und ging nach 40 Minuten vom Eis. Diesmal musste er zwar auch einen frühen Gegen­treffer durch ­Richard Mueller hinnehmen, war danach aber ein guter Rückhalt. Als überzähliger Kontigentspieler blieb Steve Saviano zu Hause.

Nach dem zweiten ­Tor der Huskies durch Sebastian Sylvestre (26.) nutzte Weißwasser eine fünfmi­nütige Überzahl. Den 1:2-Anschluss­treffer erzielte Vincent Hessler (30.). In dieser Phase riskierten die Füchse viel, gingen aber fahrlässig mit ihren Chancen um. Bei den Kontern war ­Kasdorf immer wieder zur Stelle.

Jeff Hayes traf in der 41. Minute zwar zum 2:2, aber erneut Mueller brachte Kassel wieder in Führung (3:2/52.). Er war per Schlagschuss erneut in Überzahl aus ähnlicher Position wie beim ersten Tor er­folgeich.

Dabei hätten die Füchse das Playoff-Heimrecht bereits am Freitag klarmachen können. Bis kurz vor Schluss lagen sie im ­Derby gegen die Eispiraten Crimmitschau vorn. Aber sie ließen es trotz der 3:2-Führung von der Einstellung her lascher als sonst angehen und wurden am Ende bitter bestraft. Rob Flick und Julian Talbot schossen die Gäste aus Westsachsen in der 59. Minuten zum nicht mehr für möglich gehaltenen Auswärtssieg.

Nach dem Spiel gab es deut­liche Kritik von Trainer Corey Neilson. „Crimmitschau hat verzweifelt um sein Leben gekämpft. Unsere Raumaufteilung und unser Passspiel waren schlecht“, erklärte Neilson. Und der Coach übte auch Selbstkritik: „Ich mache mir den Vorwurf, am Ende nicht die ­richtigen ­Spieler ­gebracht zu haben. Bei manchen Spielern hat der Mut gefehlt, sich in die Schüsse zu werfen.“

Kassel Huskies – Lausitzer Füchse 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)

Tore: 1:0 Mueller (9.), 2:0 Sylvestre (26.), 2:1 Hessler (30.), 2:2 Hayes (41.), 3:2 Mueller (52.); Schiedsrichter: Apel/Falten; Zuschauer: 3976; Strafminuten: 6 + 5 + Spieldauerdisz. (Povorozniouk)/10.

Das nächste Spiel, Playoff-Viertelfinale: ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse am 15. März.

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