Hambüchen gab anhaltende Schmerzen an der Schulter als Grund an. "Ich habe schon seit vier Jahren massive Probleme mit der rechten Schulter", sagte der 28-Jährige. Diese hatten sich vor sechs Wochen verstärkt, als er sich am Reck noch eine Knochenprellung zuzog. Deutschlands Turnstar verzichtete deshalb bereits auf einen Start jüngst beim Weltcup in Stuttgart.

Für Hambüchen rückt wie erwartet Ivan Rittschik aus Chemnitz nach. Der Cottbuser Christopher Jursch bleibt indes zu Hause, während seine Teamkollegen in Rio versuchen, das Olympia ticket für die Sommerspiele zu lösen. Die Qualifikation gelingt, wenn die Riege bei der Veranstaltung in der Olympiastadt unter die besten vier Teams kommt. Dann könnte Hambüchen zum vierten Mal an den Olympischen Spielen teilnehmen - sofern er bis dahin wieder fit ist. Scheitert das DTB-Team, stünde dem Verband nur ein Einzelstartplatz in Rio zu.

Daran denkt Hambüchen aber nicht. "Ich glaube an die Jungs", betonte er: "Die sind gut drauf." Dass ihm womöglich der Olympiastart in Brasilien versagt bleiben könnte, sei momentan kein Thema. "Ich schaue positiv nach vorn. Alles andere wäre kontraproduktiv."

Aktuell ist bei Hambüchen aber selbst an ein geordnetes Training nicht zu denken. Nur ein bisschen Gymnastik, Krafttraining sowie Übungen am Pauschenpferd kann der frühere Reck-Weltmeister derzeit absolvieren. "Das A und O ist die Physiotherapie", erklärte er: "Aber die kann man auch nicht 24 Stunden am Tag machen."