" Es müsse nun heißen: "Jetzt erst recht." Erstmals seit 1982 hat eine deutsche U 21-Mannschaft wieder ein Finale bei der Europameisterschaft erreicht. Was bedeutet dieser Erfolg?
"Das macht uns stolz und glücklich. Das Spiel muss man in zwei Halbzeiten unterteilen. In der ersten hatten wir Glück, das muss man ganz klar sagen. In der zweiten standen wir gut und haben wenig zugelassen. Auch dank Manuel Neuer, der schon das gesamte Turnier über eine Weltklasseleistung zeigt. Wir können zufrieden sein, aber wenn man ein Finale vor der Brust hat, muss erkennbar sein, dass es dort um alles geht."Die Mannschaft hat sich nach schwankenden Leistung zum Turnierbeginn erst im Laufe der EM gesteigert. Wie erklären Sie sich das?
"Wir wussten, dass wir im Spiel nach vorne gewisse Probleme haben und nicht die Präsenz zeigen konnten, die man haben müsste. Das war uns klar. Dies mussten wir mit Kompaktheit ausgleichen und im Defensivverbund gut stehen. Die Mannschaft hat gegen Italien zudem auch den Ausfall von Sami Khedira gut kompensiert."Hat die Mannschaft jetzt die Siegermentalität, um gegen England im Finale zu bestehen?
"Es wird ganz wichtig sein, sich einerseits auf das Endspiel zu freuen, das aber auch als Riesen-Herausforderung zu sehen. Wir haben uns bislang durch dieses Turnier richtig durchgekämpft. Jetzt heißt es regenerieren, alle Kräfte mobilisieren und dann diese Siegermentalität zeigen, die wir gegen Italien gezeigt haben."Mit Matthias Sammer sprach Morten Ritter