Roger Federer blickte verschämt zu Boden, ließ den größten Preisgeld-Scheck seiner Karriere schnell in der Hosentasche verschwinden und versteckte sich hinter dem wuchtigen Silberpokal, den er für seinen vierten Triumph bei den US Open gerade bekommen hatte. 7:6 (7:4), 7:6 (7:2), 6:4 bezwang er den Serben Novak Djokovic am Sonntagabend (Ortszeit) in New York und verteidigte damit als erster Tennisprofi in Flushing Meadows seinen Titel zum dritten Mal nacheinander.
Doch das viele Geld verdiente sich der Schweizer nicht nur mit dem Gewinn des zwölften Grand-Slam-Titels. Die Rekordsumme von 2,4 Millionen Dollar bekam Federer, weil er als Sieger der im August ausgespielten US-Open-Turnierserie zusätzlich einen Bonus von einer Million Dollar kassierte.
Geschenkt freilich bekam er den Erfolg bei den US Open nicht. Dafür sorgte der munter und mutig aufspielende Djokovic, der als erster Serbe in ein Grand-Slam-Endspiel gestürmt war. "Es waren nur drei Sätze, aber das täuscht, so leicht war es nicht", bekannte Federer, der seit 189 Wochen auf Platz eins der Weltrangliste thront.
Doch der 20-Jährige Djokovic nutzte die Gunst der Stunde gegen den zunächst nervösen und oft zu ungenauen Federer nicht. "Ich habe Fehler gemacht. Und er hat mir gezeigt, dass er der Beste ist", musste der Youngster nach dem Match bekennen. (dpa/jam)