Von Jan Lehmann

Es hat nicht viel gefehlt zum goldenen Coup, doch diese Bronzemedaille hat für Maximilian Levy einen goldenen Schimmer. Der Cottbuser wurde am Donnerstagabend bei der Bahnrad-WM in Apeldoorn (Niederlande) Dritter im Keirin und holte nach seinem EM-Titel im Kampfsprint nun die nächste internationale Plakette in seiner Spezialdisziplin. Es ist insgesamt seine zehnte WM-Medaille bei der nunmehr zwölften Weltmeisterschaftsteilnahme. Für Levy sind der EM-Titel bei der Heim-Europameisterschaft in Berlin und nun diese WM-Medaille der Lohn für ein überragendes Comeback nach einer langen Leidenszeit. Der Vater von zwei kleinen Töchtern hatte nach schweren Sturzverletzung und körperlichen Problemen ernsthaft über das Karriereende nachgedacht. Nun scheinen aber plötzlich Olympischen Spiele 2020 in Tokio überhaupt nicht mehr weit.

Levy hat aber angekündigt, von Etappe zu Etappe zu entscheiden. Man merkt dem Sprint-Routinier an, dass er seine Wettkämpfe inzwischen anders genießen kann. Auch nach Apeldoorn dürfte es eine zünftige Feier geben. Bis zur letzten Kurve lag Levy in Apeldoorn im Finale sogar vorn, dann rauschten noch der Kolumbianer Fabian Hernando Puertas Zapata und der Japaner Tomoyuki Kawabata an dem Cottbuser vorbei.

Bereits am Freitag geht es für Levy weiter - dann startet er im Sprint. Zum WM-Auftakt am Mittwoch war er mit dem deutschen Teamsprint-Trio auf Rang fünf gefahren.