Jeder Erfolg hat seinen Preis. Und deshalb gönnte sich Maximilian Levy am Sonntag einen freien Tag, der so nicht geplant war. Statt beim Sprintcup in Cottbus im Zeitfahren über 1000 Meter und dem Keirin an den Start zu gehen, stand für den 32-jährigen Routinier die Regeneration im Vordergrund. Am Samstag hatte Levy ein überraschend starkes Comeback im Kurzzeitbereich rausgehauen und im Sprintturnier den 2. Platz hinter Vize-Weltmeister Harrie Lavreysen aus den Niederlanden belegt. „Viel besser hätte es für mich nicht laufen können“, erklärt Levy nach seinem ersten Wettkampf der Sommersaison.

Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, weil Levy derzeit auch viele Trainingseinheiten im Ausdauerbereich bestreitet. Im Juli bei den deutschen Meisterschaften will er sowohl im Kurzzeitbereich als auch mit dem Brandenburg-Vierer in der Mannschaftsverfolgung an den Start gehen. Bis Mittwoch war der vierfache Kurzzeit-Weltmeister mit dem Ausdauerfahrern vom LKT-Team Brandenburg sowie den Gaststartern Henning Bommel und Stefan Schäfer (beide Endspurt Cottbus) im Trainingslager in Dudenhofen.

Entsprechend zufrieden war Levy mit dem 2. Platz beim Sprintcup. „Das ist natürlich ein schönes Ergebnis“, sagt er zu seiner Comeback-Fahrt auf das Podest.

Und diese Fahrt dauerte letztlich viel länger als ursprünglich geplant. Bei empfindlicher Kühle hatte Levy Platz neun in der 200-Meter-Qualifikation erreicht und sich dann bis in das Finale gekämpft, wo er in den zwei Läufen gegen Lavreysen allerdings chancenlos war. „Da sind dann schon einige Läufe zusammengekommen. Am Ende war der Akku komplett leer. Deshalb habe ich auf die Starts am Sonntag verzichtet“, berichtet Levy. Zumal mit dem Großen Preis von Cottbus am ­Freitag und Samstag bereits die nächsten Herausforderungen warten. „Da will ich dann richtig fit sein“, blickt der Routinier voraus.

Der Cottbus Eric Engler vom Track Team Brandenburg wurde am Samstag als zweitbester Deutscher Zehnter im Sprint. Robert Förstemann (RSC Cottbus) fuhr auf Rang 13. Bei den Frauen setzte sich Olympia­siegerin Kristina Vogel aus Erfurt gegen die Russin Anastasiia Voinova durch. Dritte wurde Wai Sze Lee (Hongkong). Anton Höhne vom RSC Cottbus holte bei den Junioren Platz zwei im Keirin. Es gewann der Inder Esow Esow.

Am Sonntag belegte die Cottbuserin Emma Hinze nach langer Verletzungspause den 4. Platz im 500-Meter-Zeitfahren hinter der Siegerin Natalia Antonova aus Russland. Im Keirin fuhr Hinze auf Rang acht. Der Sieg ging an Marta Bayona Pineda aus Kolumbien vor Kristina Vogel. Bei den Männern gewann der ­kolumbianische Weltmeister Fabian Puerta. Im Junioren-Sprint musste sich Anton Höhne erneut nur dem Inder Esow Esow geschlagen geben.