Wie das Team am Montag verkündete, bekommt Hülkenberg das zweite Cockpit neben Rubens Barrichello. Der brasilianische PS-Veteran wechselt von BrawnGP zu Williams. Schon in dieser Saison waren in der "Königsklasse" fünf deutsche Fahrer am Start, mit Hülkenberg könnten es im kommenden Jahr ein halbes Dutzend sein.Chef und Mitbesitzer Sir Frank Williams bleibt mit der Verpflichtung Hülkenbergs auch einer schwarz-rot-goldenen Tradition treu: Seit 1997 fuhr immer ein Deutscher für sein Team. Nach Heinz-Harald Frentzen, Ralf Schumacher und Nick Heidfeld löst nun Hülkenberg seinen Vornamensvetter Nico Rosberg ab. Es gilt als sicher, dass der Wiesbadener im Tausch mit Barrichello zum Konstrukteursweltmeister BrawnGP geht. Eine Bestätigung fehlt dafür aber noch. Neben Rosberg wird auch der Japaner Kazuki Nakajima das Team verlassen - Ziel unbekannt. Karriere-Sprungbrett GP2Für den 1,85 Meter großen Hülkenberg, seit Jahren schon als nächster "Schumi" gefeiert, ist der interne Aufstieg der nächste und erwartete Schritt auf der Karriere-Leiter. Ziel WM-Titel inklusive. "Ich bin froh, dass er von Williams unter Vertrag genommen wurde. Er wird dort sehr viel lernen", meinte Berater Weber. Sein Pilot hatte mit den Gesamtsiegen in der GP2 in dieser Saison sowie mit dem Gewinn der Formel 3 Euroseries auf sich aufmerksam gemacht. Er habe dort mehr Siege geschafft als Lewis Hamilton, betonte Weber mit Blick auf Hülkenbergs GP2-Saison. Neben Hamilton hatten auch schon Rosberg und Timo Glock das Sprungbrett mit einem Titelerfolg genutzt.Hülkenberg hatte vor dieser Saison schon die Jungfernfahrt mit dem neuen Williams-Rennwagen absolvieren dürfen. Er war neben seinem GP2-Engagement Test- und Ersatzfahrer für das Team, das seinen Sitz im britischen Grove hat. Um näher bei Team und Werk zu sein, hat sich der Rheinländer Hülkenberg schon längst eine kleine Bleibe in der Nähe angemietet.