Was die Mannschaft von Cheftrainer Fred Carroll gestern ihren Fans anbot, war jedoch der sportliche Offenbarungseid. Gegen den REV Bremerhaven kassierten die Gastgeber eine peinliche 3:7-Heimniederlage und boten dabei vor allem in der Anfangsphase eine erschreckend desolate Vorstellung. „Wir ham die Schnauze voll“ , machten die nur noch 1353 Zuschauer ihrem Unmut Luft. „Ich schäme mich für die Leistung meiner Mannschaft, das war grottenschlecht“ , zeigte sich auch Coach Carroll konsterniert und kritisierte, dass einige Profis „keinen Charakter“ hätten. Angesichts von 17 Punkten Rückstand auf Platz acht ist der Zug in Richtung Play-off-Runde praktisch abgefahren.
Einziger positiver Aspekt: Dank einer Steigerung im letzten Drittel wurde wenigstens ein Debakel auf eigenem Eis verhindert. Doch korrigieren konnte Weißwasser den schwachen Start nicht mehr. Bereits nach 42 Sekunden gingen die Gäste durch Jon Cullen in Führung. Nach zwölf Minuten lag Bremerhaven 3:0 vorn und profitierte dabei von eklatanten Mängeln in der Füchse-Defensive. Torhüter Ronny Glaser, der einen höheren Rückstand verhindert hatte, musste noch im ersten Drittel seinen Platz zu Gunsten von Sebastian Elwing räumen. Erst als Bremerhaven nachlässig wurde, kam Weißwasser besser ins Spiel.

Tore: 0:1 Cullen (1.), 0:2 Cullen (9.), 0:3 Ellis-Toddington (12.), 0:4 Wycisk (18.), 0:5 Wycisk (22.), 1:5 Müller (29.), 1:6 Cullen (32.), 2:6 Warren (40.), 3:6 Pohling (42.), 3:7 Cullen (59.); Schiedsrichter: Andreas Aumüller (Ottobrunn); Zuschauer: 1353; Strafminuten: 18/16.