Bahnradsprinter Maximilian Levy aus Cottbus ist an seiner vierten Olympia-Medaille vorbeigefahren. Der Ex-Weltmeister belegte im Keirin-Finale am Schlusstag der Sommerspiele in Japan den sechsten und letzten Platz. Der Olympiasieg in einem spektakulären Rennen im Izu Velodrome ging an den Briten Jason Kenny.
Dem 34-jährigen Levy fehlten rund eineinhalb Sekunden auf die Medaillenränge. Kenny hatte sich frühzeitig vom Feld abgesetzt und seine Konkurrenz damit überrascht, Levy hatte im Sprint der Verfolger nichts mehr entgegenzusetzen. Der zweite deutsche Starter Stefan Bötticher (Chemnitz) war im Viertelfinale ausgeschieden.
Damit gingen die Männer des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) bei den Sommerspielen in Japan wie schon 2016 in Rio leer aus. Für den bislang letzten Podestplatz bei Olympia hatte 2012 in London Levy gesorgt, der damals im Keirin Silber sowie im Teamsprint gemeinsam mit Rene Enders und Robert Förstemann die Bronzemedaille holte. Auch 2008 in Peking hatte Levy Bronze im Teamsprint gewonnen.
Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) beendete die Sommerspiele in Japan damit mit lediglich zwei Medaillen. Der Bahn-Vierer der Frauen war in Weltrekordzeit zum Olympiasieg gerast, Emma Hinze (Cottbus) und Lea-Sophie Friedrich (Dassow) hatten im Teamsprint Silber gewonnen.
Hinze verpasste am Sonntag im Sprint-Rennen um Bronze ihre zweite Medaille. Die Sportsoldatin unterlag im Sprint-Rennen um Bronze Lee Wai-Sze aus Hongkong und musste sich mit dem vierten Platz begnügen.
Zuvor war die 23-Jährige im Halbfinale an der Kanadierin Kelsey Mitchell im Entscheidungsdurchgang gescheitert. Mitchell holte später Gold. Damit bleibt Kristina Vogel die letzte deutsche Olympiasiegerin im Sprint. Die heute 30-Jährige hatte 2016 in Rio de Janeiro in der Königsdisziplin triumphiert.
Für Maximilian Levy aus Cottbus waren es die letzten Olympischen Spiele seiner Karriere.
Für Maximilian Levy aus Cottbus waren es die letzten Olympischen Spiele seiner Karriere.
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