Pfüller erinnerte an ein ähnlich gelagertes Ereignis mit Filbrich in der vergangenen Saison. Damals hatte der Langläufer ebenfalls eine Schutzsperre wegen zu hoher Hämoglobinwerte erhalten. Seine Doping-Probe war negativ ausgefallen.
In ersten Reaktionen hatten die in Kuusamo weilenden Verantwortlichen des DSV der FIS mit einer Klagewelle gedroht. Dies nahm der DSV-Sportdirektor zunächst zurück. Vielmehr will er in einer für Mitte Dezember terminierten Verhandlung mit der FIS erreichen, dass Filbrich ebenso wie vier weitere Weltcup-Läufer eine Start-Ausnahmegenehmigung erhält, da seine hohen Hämoglobinwerte genetisch bedingt und der FIS seit langem bekannt sind. Ein vom DSV bereits vor Saisonbeginn eingereichter Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung war von der FIS am 15. November ohne Angabe von Gründen in einem Vier-Zeilen-Brief abgelehnt worden. "Daraufhin hatten wir mit unserem Arzt Ernst Jacob und unserer Rechtsabteilung für diesen Freitag ein Gespräch vereinbart, um eine entsprechend begründete Gegenargumentation an die FIS zu schicken. Nun hat uns die Aktualität eingeholt", erklärte Pfüller, der dar aufhin mit FIS-Generalsekretärin Sarah Louis das Treffen für Mitte Dezember vereinbarte.
Zuvor will er aber bereits erreichen, dass Filbrich bei den Weltcups in Kanada ab 10. Dezember starten kann. In der Höhe der Rocky Mountains sind bei ihm von vornherein Hämoglobinwerte jenseits des Grenzwertes zu erwarten. "Möglich ist eine zeitlich begrenzte Ausnahmegenehmigung", erklärte Pfüller. (dpa/noc)