Nach dem Erfolg bei ­Tabellenführer Ravensburg To­werstars wartet an diesem Dienstag zwar bereits das nächste Auswärtsspiel, aber eine ganz andere Herausforderung auf die Lausitzer Füchse: In der Partie beim Deggendorfer SC (Beginn um 20 Uhr) ist der Tabellenzweite aus Weißwasser angesichts der starken Leistungen in der bisherigen DEL2-Saison der Favorit und will mit einem möglichst professionellen Auftritt die nächsten drei Punkte einfahren.

„Wichtig ist, dass wir unser System spielen. Wir wollen den Puck schnell bewegen und schnell ins Angriffsdrittel reinkommen. Da ist es egal, ob man auswärts oder zu Hause spielt“, sagt Trainer Corey Neilson mit Blick auf die Tatsache, dass die Füchse drei Mal in Folge auswärts antreten müssen. Am Freitag steht dann die Partie bei den Wölfen Freiburg auf dem Programm.

Drei Auswärtsspiele innerhalb von sechs Tagen – das ist selbst für die auf einer Welle des Erfolges schwimmenden Füchse happig. Deshalb ist das Team nach der ­Partie am Sonntagabend in Ravensburg (4:3 nach Verlängerung) auch nicht zurück nach Weißwasser gefahren, sondern bereitet sich in Schongau auf die Partie beim Deggendorfer SC vor. „Diese langen Reisen sind für alle Beteiligten nicht einfach. Vor allem im 1. Drittel ist es immer eine Herausfor­derung, ins Spiel reinzukommen“, betont Corey Neilson. „Es ist schon für mich als Trainer nicht einfach, nach acht Stunden im Bus topfit zu sein. Für die Spieler ist es natürlich noch schwerer.“

Am Sonntag beim Spitzenreiter in Ravensburg steckten die Füchse die rund 700 Kilometer lange Reise nach Oberschwaben sehr ordentlich weg. Bis 123 Sekunden vor Spielende lagen die Gäste mit 3:2 vorn und hatten zu diesem Zeitpunkt den Spitzenreiter in eigener Halle enttrohnt, ehe sie doch noch den unglücklichen Ausgleich kassierten. Ein Schuss sprang vom Plexiglas zurück vor das Tor und fiel vom Schlittschuh von Steven Bär ins Netz. In der Verlängerung erzielte dann Topscorer Jeff Hayes den Siegtreffer. Die Füchse mussten sich letztlich mit zwei statt drei Punkten begnügen und liegen jetzt gleichauf mit Tabellenführer Ravensburg. „Es war ein gerechtes Ergebnis. Meine Mannschaft war gegen einen ­starken Gegner läuferisch sehr gut, hat in der Defensive hart gearbeitet und vorn die Räume genutzt“, lobt Trainer Neilson.

Dank der Übernachtung im bayrischen Schongau ist die Partie in Deggendorf also gewissermaßen nur ein halbes Auswärtsspiel für die Lausitzer Füchse. In der Fachzeitung Eishockey-News sagt Philip Kuschel: „Damit können wir uns auf die Begegnung beim DSC vorbereiten wie sonst auch. Für die Lockerheit ist das schon bedeutsam.“ Von der Zwischenstation Schongau nach Deggendorf sind es „nur“ 230 Kilometer – für die Reise-erprobten Füchse quasi ein Katzensprung.

Dienstag, 20 Uhr: Deggendorfer SC (A)
Der Deggendorfer SC tut sich schwer in der DEL2. Auch nach der Entlassung von Aufstiegstrainer John Sicinski liegt der Neuling auf dem letzten Platz. Am Sonntag gab es unter Interims­trainer Otto Keresztes eine 2:4-Heimniederlage im Keller­duell gegen Bad Tölz. Zudem wird der DSC von erheblichen Personal­sorgen geplagt. Die teaminterne Scorerliste führt Kyle Gibbons an (16 Tore, 28 Vorlagen).