Traktor Laubsdorf beschwört in dieser Kreispokal-Saison ein kleines Fußballwunder herauf, hat als Kreisklasse-Team vier höherklassige Gegner geschlagen und steht im Endspiel. Auch in der Liga hat Laubsdorf diese Saison noch nicht verloren.

Trainer Marco Christoph (38): „Für mich geht es immer darum, den Jungs in der Kabine Mut und den Gedanken ans Kollektiv mitzugeben. Was das angeht, ist Klopp als Mentalitätsmonster ein Vorbild. Dann lasse ich meinen Kapitän noch ein paar Worte sagen und dann geht die Luzie ab. Und Glück muss auch dazukommen. In dieser Saison ist der Fußballgott bis jetzt blau-gelb gekleidet und Traktor gefahren.“

Der TSV Schlieben sorgt derzeit für ein Fußballwunder nach dem anderen in der Landesliga Süd. Der abstiegsbedrohte Tabellenvorletzte gewann innerhalb eines Monats dreimal mit 5:0, zuletzt beim Tabellenzweiten BSV Guben Nord.

Trainer Mike Urban (45): „Es ist für mich unerklärlich, wie in der Champions League zwei Spiele so komplett unterschiedlich laufen können. In der Landesliga dagegen hängt viel vom Kader ab. Wichtig ist nicht nur die Ansprache des Trainers, sondern auch die Balance zwischen Offensive und Defensive. Fußball ist eine Kopfsache. Durch Siege wächst das Selbstvertrauen. Ich hoffe, das hilft uns weiter im Endspurt.“

Der LSV Bergen hat am Sonntag in der Kreisoberliga Westlausitz ein kleines Fußballwunder geschafft. Nach 0:3 zur Pause gab es gegen Germania Bautzen noch einen 5:4-Sieg – auch weil der Trainer in der Pause auf eine Standpauke verzichtete.

Trainer Veit Nowotnick (47): „Ich habe an Jürgen Klopp gedacht. Mich hatte beeindruckt, wie gelassen er mit dem 0:3 in Barcelona umgegangen ist, weil er mit der Leistung seiner Elf zufrieden war. Ähnlich war es bei uns: Meine Jungs hatten nicht schlecht gespielt. In der Kabine habe ich ihnen gesagt: Jeder fängt jetzt wieder bei Null an. Aber das funktioniert nur mit einer intakten Mannschaft – selbst bei ,Kloppo‘.“