Von Uwe Hegewald

Sie warten derzeit auf den Frühling und damit auf ein Ende von Schnee und Eis. Dann werden sie wieder trainieren in Hörlitz, Hindenberg und in Alteno, drehen in Boxberg, Spremberg oder Jüterbog am Gasdrehgriff und sind inzwischen als eingetragener Verein Mitglied im Kreissportbund Oberspreewald Lausitz und im Landessportbund. Die Rede ist vom Verein Moto X Buckow, eine 22-köpfige Motorradgemeinschaft, die Mitglieder im Alter von acht bis 70 Jahren. „Kennengelernt haben sich die meisten auf der ehemaligen Autocross-Strecke in der Buckower Kippe. Deshalb fiel bei der Vereinsgründung 2016 auch die Entscheidung, dass sich der Calauer Ortsteil im Vereinsnamen wiederfinden soll“, erklärt Maik Gubbatz. Er ist Sprecher des noch sehr jungen Motorsport-Vereins, der jedoch längst überregional auf sich aufmerksam gemacht hat. Durch Teilnahmen am Brandenburger ADAC Enduro-Cup und der Landesmeisterschaft im Motocross sowie an einzelnen Rennen in Sachsen. Aber auch durch die Ausrichtung der Calauer Stoppelcross-Rennen, die seit 2016 ausgetragen werden.

Wie Maik Gubbatz berichtet, sei man seinerzeit von Landwirt Helmut Richter angesprochen worden, ob die Motocrosser nicht ein kleines Rahmenprogramm für das alljährliche Herbst-und Hoffest des Calauer Futtermittelmarktes ausrichten könnten. „Grund war der Teilnehmerschwund an dem traditionellen Stollen-Reiten, was uns auf die Idee brachte, anstelle von Pferden einfach ein Rennen mit Motorrädern zu veranstalten. Das Stoppelcross war geboren“, so der Vereinssprecher. 46 Motocrosser trugen sich im Premierenjahr 2016 in die Starterlisten ein und kündigten am Ende des Renntages an, nach Calau zurückkommen zu wollen. „2017 verzeichneten wir bereits 90 Teilnehmer und im vergangenen Jahr knapp 130 Starter, die in fünf verschiedenen Klassen an den Start gingen“, zieht Maik Gubbatz eine, aus seinen Augen „nicht zu erwartende Bilanz“.

Vereinsvorstand Torsten Abt geht auch beim 4. Stoppelcross in diesem Jahr von einer sehr großen Resonanz aus, kündigt aber gleichzeitig an: „Aufgrund des enormen Zuspruchs werden wir 2019 erstmals eine begrenzte Anzahl an Startplätzen in den jeweiligen Klassen vergeben.“ Obwohl es beim Stoppelcross keine gefährlichen Hügel und halsbrecherische Abfahrten zu meistern gilt, sind Fahrer, Betreuer und Zuschauer gleichermaßen von der Ausrichtung überzeugt. So könne die rund zwei Kilometer lange Strecke komplett eingesehen werden, was insbesondere bei Teams mit Nachwuchsfahrern Gefallen findet. „Unser Ansatz ist es, Sport und Kultur, Jung und Alt zusammenzubringen und gemeinsam Spaß zu haben“, umschreibt Torsten Abt die Philosophie, die hinter dem Stoppelcross steckt.

Mitmachen könne jeder, der über ein geeignetes Gefährt und entsprechende Schutzkleidung verfügt und schon immer ein richtiges Rennen bestreiten wollte. Willkommen sind aber auch Unterstützer, die bei der Ausrichtung der Veranstaltung helfen wollen. „So hätten eventuell auch einige unserer Mitglieder Gelegenheit, selbst an den Start zu gehen“, begründet Maik Gubbatz. Nach jetzigem Kenntnisstand findet das 4. Calauer Stoppelcross am Samstag, 7. September, im Rahmen des jährlichen Herbstfestes des Futtermittel- und Bauernmarktes statt.