Die DTM kommt auf den Lausitzring. Vom 20. bis zum 22. Mai fährt die Traditionsserie in Klettwitz. „Bei uns stehen die Fans im Mittelpunkt“, betont DTM-Manager Frederic Elsner. Nach der Premierensaison im vergangenen Jahr im GT-Segment ließen die diesjährigen Tests bereits eine hohe Leistungsdichte vermuten.
Das wurde zum Saisonauftakt im portugiesischen Portimão bestätigt. Immerhin 29 Fahrzeuge, bewegt von Fahrern aus 15 Nationen sowie sechs Fabrikate, haben einen spannenden Start hingelegt: „Geplant haben wir maximal mit 24 Fahrzeugen, letztes Jahr waren es 19 und es war schon spektakulär. Mit 29 Fahrzeugen wird es wohl ein absoluter Gänsehautmoment, wenn diese in den Turn 1 der ersten überhöhten Kurve des Lausitzrings einbiegen“, ist sich der DTM-Manager vor dem Rennwochenende in Klettwitz sicher.
Das Einbeziehen der ersten Steilkurve des Triovals (Turn 1) der Rennstrecke, hatte sich die Serie im letzten Jahr exklusiv gesichert. Somit wird die Grand-Prix-Strecke um 300 Meter auf 4,8 Kilometer verlängert.
Das Einbeziehen der ersten Steilkurve des Triovals (Turn 1) der Rennstrecke, hatte sich die DTM im letzten Jahr exklusiv gesichert. Somit wird die Grand-Prix-Strecke um 300 Meter auf 4,8 Kilometer verlängert.
Das Einbeziehen der ersten Steilkurve des Triovals (Turn 1) der Rennstrecke, hatte sich die DTM im letzten Jahr exklusiv gesichert. Somit wird die Grand-Prix-Strecke um 300 Meter auf 4,8 Kilometer verlängert.
© Foto: Peter Aswendt

Neue Regeln für mehr Spannung

Abweichend von anderen GT-Serien ist die DTM nach wie vor mit einem Ein-Fahrer-Konzept unterwegs. Änderungen gab es beim Performance-Boxenstopp. Es dürfen nur noch vier Mechaniker am Auto die Reifen wechseln und man muss am Heck des Fahrzeuges beginnen: „Damit wollen wir mehr Chancengleichheit beim Boxenstopp erzeugen, was sich auch schon beim ersten Rennen in Portimão bewährt hat“, zeigt sich Frederic Elsner zufrieden.

Klettwitz/Hörlitz

Ebenfalls wurde der Startvorgang optimiert. Mussten im vergangenen Jahr noch alle auf die Reaktion des Polesetters warten, können in der neuen Saison bei grüner Ampel alle Fahrzeuge sofort ausfächern. Ebenfalls darf der Inhaber der Poleposition bis 50 Minuten vor dem Rennen die Startseite aussuchen: „Laut FIA-Reglement sind die Startseiten für die Poleposition für jede Strecke definiert, aber wir überlassen dem Quali-Sieger die Wahl, auch das wird Spannung bringen“, ist sich der DTM Manager sicher.
Ebenfalls wird ein Pflichtboxenstopp-Fenster zwischen der zehnten und 40. Minute des Rennens eingeführt: „Damit soll verhindert werden, das Reifen für das Sonntagsrennen aufgehoben werden“, so die Begründung. Boxenstopps können jetzt auch bei dem sogenannten „Full Corse Yellow“, also gelber Flaggen auf der gesamten Strecke und beim Einsatz des Safety Cars erfolgen. Übrigens gibt es mit dem Rennleiter eine spektakuläre Personalie: Scot Elkins, der ebenfalls Rennleiter bei der FIA Formel E ist, leitet auch in dieser Saison die Geschicke der DTM.

Interaktives Fan-Village auf dem Lausitzring

Schnell, laut und spektakulär wird es, wenn der Formel 1 Zweisitzer von Red Bull Racing, der vom ehemaligen F1-Piloten Patrick Friesacher bewegt wird, über die Grand-Prix-Strecke donnert. Ein neues Fan-Village im Fahrerlager mit DTM-Esports-Truck und einer Bühne mit spektakulärem Programm soll die Besucher begeistern. Wer sich einmal als Moderator versuchen will, kann Rennszenen nachkommentieren und bekommt diese dann zugesandt und kann sie in den sozialen Medien posten.
Premiere im Esport-Truck feiert das neue DTM-Spiel: „In diesem Jahr wird unser Fan Village interaktiv. Man konnte schon immer gut essen und trinken, aber jetzt gibt es viele Mitmachaktionen“, verrät der DTM Manager.

Rahmenrennen und Lokalmatadoren

Mit einem schlagkräftigen Team tritt der Dresdner Rennstall T3 Motorsport zum Heimrennen an. Auf den beiden Lamborghini Hurácan GT3 EVO starten Nicki Thiim aus Dänemark und die Britin Esmee Hawkey. Neben der DTM, die mit ihren 29 GT3-Boliden durch Turn 1 donnern, startet die DTM-Trophy mit den GT4-Rennern auf dem Dekra Lausitzring in ihre Meisterschaft. Hier geht für das Team Heide Motorsport Sophie Hofman aus dem sächsischen Waldenburg an den Start.
Ebenfalls vertreten in der DTM sowie in der Trophy ist der Berliner Rennstall Mücke Motorsport. Start frei für die Saison 2022 heißt es auch für die DTM Classic, mit sehenswerten Boliden aus vergangenen DTM-Zeiten glänzt und der Talentschmiede, dem BMW M2-Cup.

Campen und Anfahrt bei der DTM

Neu in diesem Jahr ist, dass Tickets und Campingstellplätze nur über DTM.com gebucht werden können: „Man kann sich sitzplatzgenau sein Ticket buchen“, so Frederic Elsner. Als Campingplatz ist das Speedway Camp hinter der Haupttribüne geöffnet: „Wir werden für Kurzentschlossene einige Campingplätze freihalten, aber der bessere Weg ist die Onlinebuchung“, verrät Mario Kuntsch, Mitarbeiter des Dekra Lausitzring.
Ebenfalls ist die Zufahrt zum Lausitzring nur an einem Zugang möglich. Die Anfahrt kann über die Autobahnabfahrt Klettwitz und der L55, Richtung Meuro erfolgen, dort befindet sich die zentrale Zufahrt zu den Parkplätzen.
Für die technischen Mitarbeiter des Dekra Lausitzrings heißt es jetzt Fahrerlager und Strecke für das DTM-Gastspiel vorbereiten, denn schon am Montag vor dem Rennwochenende klopfen die DTM-Trucks ans Tor der Lausitzer Rennstrecke.
Die Dekra Lausitzring Mitarbeiter Mario Kuntzsch (l.) und Korinna Wünsche sprechen die Anreisemöglichkeiten zur DTM und anderen Großevents ab.
Die Dekra Lausitzring Mitarbeiter Mario Kuntzsch (l.) und Korinna Wünsche sprechen die Anreisemöglichkeiten zur DTM und anderen Großevents ab.
© Foto: Peter Aswendt

Livestream und Fernsehübertragung vom Lausitzring

Der TV-Sender ProSieben überträgt alle Rennen der DTM-Saison. Die Qualifyings und Freien Trainings sowie auch die Rennen sind im Livestream auf ran.de zu sehen.

Die Startzeiten auf dem Lausitzring

Freitag, 20 Mai:
11:20 Uhr: 1. Freies Training
15:10 Uhr: 2. Freies Training
Samstag, 21. Mai:
10:05 Uhr: 1. Qualifying
13:30 Uhr: 1. Rennen
Sonntag, 22. Mai:
10:05 Uhr: 2. Qualifying
13:30 Uhr: 2. Rennen