Einerseits möchte der Thüringer seinen im vergangenen Jahr errungenen Gesamtweltcup-Erfolg gern wiederholen, andererseits zählt auch für den 26-Jährigen in dieser Saison zu allererst das Abschneiden bei den Olympischen Winterspielen in Turin. Und da heißt es, nicht alle Körner schon vorher zu verschießen, sich einiges für den Höhepunkt in der Hinterhand zu behalten.
Aus dem vergangenen Jahr weiß Teichmann nur zu gut, wie schwer es ist, eine überragende Frühform bis zum Ende des Wettkampfjahres zu kompensieren. "Axel hatte vor einem Jahr ein fantastisches Niveau, das musste er einfach umsetzen. Mit so einer überragenden Frühform geht man nicht jedes Jahr in den Winter. Aber er wird auch jetzt wieder sehr gut sein", prophezeit Bundestrainer Jochen Behle.
Erste Vergleichstests haben gezeigt, dass die deutschen Männer wieder die Weltspitze mitbestimmen werden. "Wenn der Gewinn des Gesamtweltcups wieder erreichbar ist, nehmen wir das gern mit. Aber die Prämisse hat in diesem Jahr Olympia", betont Behle.
Behle schickt neben Teichmann seine bewährte Truppe in die Wettkämpfe.
"René Sommerfeldt hat im Sommer verletzungsfrei trainiert und ist wieder auf einem sehr guten Stand. Und auch Tobias Angerer, Jens Filbrich und Andreas Schlütter werden wieder eine Bank sein", urteilt der Cheftrainer. Sein Youngster, Franz Göring, kann wegen einer Verletzung erst einmal nicht starten. Behle will im Olympia-Winter nicht experimentieren. Sein Olympia-Team ist schon komplett.
Bei den Damen hat Behle nicht die Qual der Wahl, wenn es um Sieganwärter geht. "Ich denke, Claudia Künzel und Evi Sachenbacher-Stehle können vorn dabei sein." (dpa/vdb)