Den Grundstein für den überraschenden Auswärtssieg legten die Cottbuser in der ersten Halbzeit, in der sie nur beim 0:1 einmal in Rückstand gerieten. Danach nahmen die Spieler um Kapitän Robert Michling das Heft des Handelns in ihre Hände und bauten den Vorsprung kontinuierlich bis zum Pausenpfiff auf sechs Tore zur 19:13-Führung aus.

Nach Wiederbeginn starteten die Gastgeber eine energische Aufholjagd. Zwischen der 40. und 50. Minute wankten die Cottbuser. Sie büßten in diesem Spielabschnitt einen Fünf-Tore-Vorsprung ein und mussten beim 25:25 erstmals den Ausgleich hinnehmen. Anders als in vielen Begegnungen zuvor behielt der Aufsteiger aus der Lausitz aber seine Nerven im Griff. 40 Sekunden vor dem Abpfiff verwandelte Martin Robert einen Strafwurf zum 30:29-Sieg.

LHC-Trainer Marcel Linge sprach nach dem Abpfiff von einer "sensationellen Leistung in der ersten Halbzeit". Insgesamt würdigte er das kollektive Auftreten seiner Mannschaft. "Wir hatten nicht einen besten Spieler, sondern ein bestes Team", hob er hervor.

LHC spielte mit: Kozlowski, Strassburg; Robert (1 Tor), Pöhle (2), Trupp (2), Kröning (3), Henow (1), Takev (10), Fischer, Seifert (1), Widera (2), Wieland, Michling (2), Schulze (6). 7-Meter: LHC: 3/3, Elbflorenz: 5/6, Zeitstrafen: LHC: 6 (Rote Karte Trupp), Elbflorenz: 4