Der 19-Jährige siegte zusammen mit Anfahrer René Enders und Schlussmann Michael Seidenbecher (beide Sprintteam Erfurt) im Teamsprint-Wettbewerb. Das Trio benötigte auf der Olympiabahn von 2004 nur 44,909 Sekunden und setzte sich im Finale damit überraschend gegen die favorisierten Franzosen (45,315 Sek.) durch.
Bereits am Mittwoch hatte Levy Bronze in der 1000-Meter-Einzelverfolgung gewonnen (die RUNDSCHAU berichtete). "Das ist ein tolles Ergebnis. Mit dieser Zeit hätten wir bei der WM eine Medaille geholt", sagte Bundestrainer Detlef Uibel (Illmersdorf) nach dem starken Auftritt seiner Mannschaft. Bronze ging an die Vertretung aus Polen.
In den Vormittagsstunden stand zunächst die Qualifikation auf dem Programm. Hier schonte Uibel Levy. In der Besetzung Enders, Seidenbecher und Spieß (RSG Augsburg) fuhr das Trio des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) mit 45,5 Sekunden dennoch die zweitbeste Zeit und qualifizierte sich für das Halbfinale. Dort stellte Uibel um und nahm hinter Anfahrer Enders Levy in die Mannschaft. "Das war ein Experiment, denn als Junior ist er immer am Schluss gefahren. Er hatte in der ersten halben Runde etwas Probleme, hat sich aber gesteigert", analysierte Uibel den Lauf. Mit Halbfinal-Bestzeit von 45,203 Sekunden siegte das deutsche Trio gegen Russland und erreichte das Finale. Hier reichte es dann zu Gold. "Das ist natürlich ein toller Beginn für mich", sagte Levy. Heute steht der Auftakt im Sprint-Wettbewerb auf dem Programm.
Im Omnium - einem Ausdauer-Mehrkampf - wurde Katrin Meinke vom RSC Cottbus Siebte. (Eig. Ber. /tus)