Keine Punkte, nur ein Tor und dann noch dieser Hinweis, auf den Füchse-Coach Paul Gardner gern verzichtet hätte: Als ihn Füchse-Sprecher Andreas Friebel am Sonntagabend bei der Pressekonferenz nach der 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)-Heimniederlage gegen den Vorletzten Freiburg auf die magere Weißwasseraner Wochenend-Bilanz ansprach, erwiderte Gardner leicht angesäuert: "Daran hättest du mich jetzt nicht erinnern müssen."

Der Weißwasseraner Trainer weiß selbst, dass dieses trostlose Wochenende sein Team um einiges zurückgeworfen hat. Nach der 1:3-Niederlage am Freitag in Rosenheim und der Heimpleite gegen Freiburg haben die Füchse nun bereits am Dienstagabend im Sachsenderby gegen die Eispiraten Crimmitschau wohl die letzte echte Chance, noch einmal im Kampf um die Pre-Playoffs einzugreifen.

Ein Heimsieg ist Pflicht. Dafür müssen sich die Weißwasseraner aber vor allem in der Offensive deutlich steigern. Gardner erklärte am Sonntag nach dem insgesamt schwachen Spiel gegen Freiburg: "Ich bin enttäuscht und frustriert." Enttäuscht sei er über die Leistung im ersten Drittel, in dem Weißwasser wenig zustande brachte.

Der Frust baute sich beim ehemaligen NHL-Spieler dann mit fortlaufender Spielzeit auf, weil seine Mannschaft trotz leicht steigender Leistungskurve keinen einzigen Puck im Tor von Freiburgs Keeper Jonathan Boutin unterbrachte.

Ausgerechnet der Ex-Fuchs bescherte damit seinen ehemaligen Kollegen einen derben Rückschlag: Sieben Zähler Rückstand haben die Füchse als Tabellen-Zwölfter nun auf Rang zehn, der zur Teilnahme an den Pre-Playoffs berechtigt und gleichzeitig den Klassenerhalt sichert. Dass dort ausgerechnet Crimmitschau rangiert, macht das Spiel an diesem Dienstagabend noch wichtiger. Coach Gardner betonte: "Wir brauchen schleunigst Heimsiege." Darauf muss man ihn und seine Mannschaft wohl wirklich nicht hinweisen.

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