Nach dem entscheidenden Tor für die Gäste ging das Licht in der Weißwasseraner Eishalle ganz schnell aus. Genau wie in der vergangenen Woche gegen Rosenheim gaben die Gastgeber erneut eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand und mussten sich mit nur einem Punkt begnügen.

"Ich bin natürlich angefressen. Es kann nicht sein, dass wir wieder ein 2:0 aus der Hand geben. Wir spielen einfach zu risikoreich, in der Abwehr fahren wir nur Bogen", kritisierte Füchse-Trainer Dirk Rohrbach sein Team ungewohnt scharf in der Öffentlichkeit.

In den Heimspielen hatte Weißwasser gegen Heilbronn zuletzt nicht viel zu bestellen. Die Falken entwickeln sich zum Angstgegner für die Füchse. Der letzte Heimerfolg liegt über vier Jahre zurück. Am 29. März 2009 siegte Weißwasser 4:3 nach Verlängerung. Danach setzte es sage und schreibe acht Heimnieder lagen in Folge. Allerdings kamen die Falken diesmal recht angeschlagen in die Lausitz. Denn Heilbronn ist Schlusslicht in der DEL2 und trennte sich am Montag nach nur zehn Partien von Trainer Ken Latta.

Kapitän Christoffer Kjärgaard (15. Minute) und Danny Pyka (33.) hatten die Füchse zunächst mit 2:0 in Führung geschossen. Heilbronn kam zum Anschlusstreffer durch Robert Hock (38.). Danach begann - genau wie in der Vorwoche gegen Rosenheim - erneut das große Zittern im Fuchsbau. Zumal die Gäste nach 52 Minuten den Ausgleich durch Frantisek Mrazek erzielten. In der Verlängerung markierte dann erneut Mrazek den Siegtreffer für das Schlusslicht.

In den nächsten Tagen fressen die Füchse reichlich Kilometer. Es stehen gleich drei Auswärtsspiele auf dem Programm. Am morgigen Sonntag gastiert Weißwasser beim SC Riessersee (Beginn um 18.30 Uhr). Am Dienstag steht dann das Derby bei den Eislöwen Dresden an (20 Uhr). Zum Abschluss der Deutschland-Tour innerhalb von sechs Tagen folgt am Freitag das Gastspiel in Bremerhaven (20 Uhr).

Immerhin hat sich die per sonelle Lage etwas entspannt. Sean Fischer und Mike Mieszkowski kehrten gegen Heilbronn ins Team zurück.

Heißes Gerücht: Nach RUNDSCHAU-Informationen soll Steve Hanusch die Abwehr der Füchse verstärken. Der Ex-Weißwasseraner spielt in der DEL für die Krefeld Pinguine.