Trotz der am Freitag in Ravensburg erlittenen 1:4-Pleite standen die Zeichen dennoch günstig, gegen die favorisierten Sonntagsgäste einen Sieg zu holen.

Die Personalsituation beim EHC München hatte sich dramatisch zugespitzt. Verletzungsausfälle gab es bei den Isar-Städtern viele: Neben dem Ex-Weißwasseraner Keeper Elwing betraf es Bahen, Reid, Gerbig, Gyori, Buchwieser, Lavallee und Kompon. Zusätzlich wurden die Förderlizenzspieler Seifert und Sevo von ihren DEL-Teams Augsburg und Nürnberg angefordert. Dementsprechend vorsichtig gingen die Münchener mit 15 Spielern im Kader zu Werke.

Weißwasser versuchte über den Kampf ins Spiel zu finden, doch das misslang gründlich. Denn mit zwei Toren nach elf Minuten sahen sich die Gäste urplötzlich mit einem komfortablen Vorsprung ausgestattet. Wobei anzumerken ist, dass in beiden Fällen die Füchse-Abwehr kräftig Schützenhilfe leistete. Weißwaser erholte sich aber vom Rückstand, glich durch engagierte Aktionen aus, um wenig später erneut in Rückstand zu geraten. Die Unsicherheiten im Hausherrenteam blieben bestehen, wenngleich Erwin Masek per Doppelschlag die Lausitzer nochmals optimistisch werden ließ. Aber die zahlenmäßige Überlegenheit auf der Bank brachte den Rohrbach-Schützlingen nichts Zählbares mehr ein. Das nutzten die Münchner eiskalt aus, bestraften einen Fangfehler des Füchse-Keepers Ryan Mac Donald eiskalt zum Ausgleich. Die Verlängerungsentscheidung besorgte Dietrich. Joachim Langner