Bei Eishockey-Zweitligist Lausitzer Füchse herrscht große Vorfreude auf die Wiederauflage des Freiluft-Spektakels im Dresdner Fußballstadion gegen die Eislöwen. Am 4. Januar 2020 sind die Weißwasseraner zum zweiten Winterderby unter freiem Himmel nach 2016 zu Gast. Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach, der den heimischen Fans bereits am Freitag beim Saisonausklang von diesem Spiel berichtet hatte, sagt: „Wir sind sehr stolz, dass wir wieder dabei sein dürfen. Das ist für uns eine Würdigung einer Arbeit und man konnte unseren Fans gleich eine gewisse Euphorie ausmachen. Die haben sich schon verabredet, dort gemeinsam hinzufahren.“

Die Eislöwen hatten sich bei der DEL2 für dieses Spiel beworben, und überraschend erneut den Zuschlag bekommen. Erstmals trägt die Liga in einem Jahr zwei dieser Freiluftspiele aus.

Wie erwartet empfängt der EC Bad Nauheim die Löwen Frankfurt im Offenbacher Fußballstadion am Bieberer Berg. Die Neuauflage des sächsischen Winterderbys ist die Zugabe. Vor drei Jahren hatte Weißwasser bei der Erstauflage vor 31 853 Zuschauern – das war logischerweise Rekord für einen Eishockey-Sachsenderby mit 3:4 nach Verlängerung verloren.

Für Geschäftsführer Rohrbach ist die Weißwasseraner Anhängerschaft der Grund dafür, dass die Füchse wieder dabei sein dürfen: „Die DEL2 hätte sich auch für Crimmitschau als sächsischen Gegner entscheiden können. Doch es hat sicher eine Rolle gespielt, dass 2016 etwa 11000 Fans aus der Lausitz nach Dresden gefahren waren. Unsere erneute Teilnahme ist ihr Verdienst.“

DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch erklärte: „Beide Bewerbungen sind schlüssig und weisen, jede für sich, ein interessantes Konzept zur Durchführung eines gewünschten DEL2 Event Games nach. Ich sehe in der Ausrichtung beider Veranstaltungen eine weitere große Chance, den Eishockeysport in Deutschland und im Speziellen die 2. Profiliga mit zwei weiteren tollen Events positiv nach außen zu tragen."

Der Aufwand ist immens: Beim Spiel 2016 in Dresden wurde eine 60 x 30 Meter ­große Eisfläche auf dem Rasen installiert. Dafür mussten 90 Kilometer Rohre verlegt werden, damit 180 000 Liter Wasser gefrieren konnten und eine bis zu zehn Zentimeter dicke Eisfläche entstand. Drei Stromgeneratoren und zwei Eis­maschinen waren im Einsatz. Rund 600 000 Euro ließen sich die Organisatoren das Spektakel kosten.