Man darf nicht den Fehler machen, die rappelvollen Tribünen bei der Formel E mit der nur mittelprächtig gefüllten Haupttribüne beim DTM-Rennen im Lausitzring zu vergleichen. Am Tempelhofer Feld in Berlin wurden halt nur so viele Traversen aufgebaut, wie Tickets verkauft worden sind. Die überdimensionierte Tribüne am Lausitzring wäre indes wohl selbst bei einem Formel-1-Rennen kaum komplett besetzt.

Deshalb sollte man die Qualität des DTM-Wochenendes am sportlichen Wert bemessen. Und der war sehr gut. Die Zuschauer erlebten die beiden wohl bisher packendsten Rennen der Traditionsserie in Klettwitz – und die fährt immerhin schon seit 2000 am Lausitzring.Umso trauriger wäre es, wenn dies das Abschiedsrennen gewesen sein soll. Es bleibt zu hoffen, dass Ring-Besitzer Dekra und die DTM auch für 2019  zueinander finden – und sich nicht von den den leeren Plätzen auf der riesigen Haupttribüne blenden lassen.