Im Dortmunder WM-Stadion, in dem die Nationalmannschaft noch kein Länderspiel verloren hat, sollen nach dem Ausfall von Torsten Frings und der nicht erteilten Freigabe für England-Legionär Huth die Lokalmatadoren Christoph Metzelder und Sebastian Kehl der wackligen deutschen Defensive Halt geben und morgen (20.30 Uhr/ZDF) vor "ihrem" Publikum mit dazu beitragen, dass die WM-Stimmung in Deutschland von der Depression nach dem 1:4-Desaster von Florenz wieder befreit wird.
Nach Sebastian Deisler (Knie-OP), Frings (Wadenprellung) und Mike Hanke (Beckenprellung) musste der Bundestrainer auch noch die Absage von Huth hinnehmen, der von Chelsea-Trainer José Mourinho keine Freigabe für das Freundschafts-Länderspiel erhielt.
"Es wird dennoch keiner nachnominiert. Wir gehen mit drei Innenverteidigern in das Spiel gegen die USA", sagte Klinsmann. Am Tag der Vorstellung des DFB-Maskottchens "Paule" und des abgesagten Fitnesstests konnte Klinsmann immerhin auch eine gute Nachricht übermitteln. "Bastian Schweinsteiger hat seine Grippe überstanden und ist einsatzfähig."
Zum großen WM-Test wird die Partie besonders für Metztelder und Kehl. Dass Metzelder derzeit bei Borussia Dortmund nur auf der Bank sitz, nimmt Klinsmann für die WM in Kauf: "Bei uns spielt er eine wichtige Rolle, weil er eine wichtige Persönlichkeit ist, die der Hintermannschaft ein Gleichgewicht geben kann", erläuterte Klinsmann.
Als Alternative zu Mertesacker und Metzelder steht nur noch Neuling Manuel Friedrich zur Verfügung. Der 26 Jahre alte Mainzer darf auf einen Kurzeinsatz hoffen
Der zweite "Neue" unter Klinsmann, Sebastian Kehl, darf dagegenauf dem Platz um seine WM-Chance kämpfen. Beim Comeback im Nationalteam nach fast zwei Jahren kann sich der 26-Jährige auf der wichtigen Abräumer-Position vor der Abwehr als Alternative für den verletzten Frings empfehlen. (dpa/vdb)
Die voraussichtliche Aufstellung: Kahn - Arne Friedrich, Mertesacker, Metzelder, Lahm - Kehl - Schneider, Ballack, Schweinsteiger - Klose, Podolski