46 Uhr empfing Kapitän Marcus Ahlm den DHB-Pokal. Zum neunten Mal schmückte sich der THW Kiel mit der Trophäe. In einem spannenden und leidenschaftlich geführten Finale besiegte der Handball-Rekordmeister am Sonntag in Hamburg den Nord-Rivalen SG Flensburg-Handewitt mit 33:30 (12:16). Damit gewann der Champions-League-Sieger zum dritten Mal nacheinander das Endspiel beim Final Four gegen die Flensburger.

Vor 13 000 Zuschauern in der ausverkauften O2 World warf Gudjon Valur Sigurdsson (7) die meisten Tore für Bundesliga-Spitzenreiter Kiel. Bei Flensburg traf Thomas Mogensen (9) am besten. Der Flensburger Michael Knudsen sah in der 48. Minute nach drei Zeitstrafen Rot.

"Es ist eine Erleichterung. Wir haben etwas Handfestes in dieser Saison geleistet. Ich bin sehr stolz, mit dieser Mannschaft den Titel geholt zu haben", sagte Trainer Alfred Gislason und bremste die Feierlaune seiner Spieler: "Wir haben am Mittwoch ein Auswärtsspiel. Also muss ich aufpassen, dass die jetzt nicht anfangen, in der Kabine Bier zu trinken. Ich muss vielleicht ein oder zwei erlauben, aber mehr nicht."

Am Vortag hatte sich der THW Kiel im Halbfinale mit 35:23 (16:14) gegen MT Melsungen durchgesetzt. Allerdings wurde die Freude über den klaren Sieg getrübt von der schweren Verletzung von Christian Zeitz. Der Rückraumspieler erlitt einen Bruch der rechten Mittelhand und fällt wahrscheinlich bis zum Saisonende aus.

Schwer war der Weg ins Endspiel für die SG Flensburg-Handewitt. Erst nach Verlängerung hatte sich der Bundesliga-Dritte mit 26:25 (23:23, 14:13) gegen Gastgeber HSV Hamburg durchgesetzt und zum dritten Mal das Endspiel Kiel gegen Flensburg perfekt gemacht.