Fitness-Test, Prämien-Poker und am Samstag (20.00 Uhr) das Länderspiel in Celje gegen Slowenien: Das Programm bei der letzten Zusammenkunft der DFB-Auswahl vor dem Confederations-Cup (15. bis 29. Juni) in Frankfurt, Hannover, Köln, Leipzig und Nürnberg ist prall gefüllt. Die 33 Kandidaten für den Fitness-Check bilden neben den verletzten Abwehrspielern Philipp Lahm (VfB Stuttgart), Andreas Görlitz (Bayern München) und Jens Nowotny (Bayer Leverkusen) sowie den lange verletzten Christoph Metzelder (Borussia Dortmund) und Benjamin Lauth (Hamburger SV) den erweiterten WM-Kader.
Der Fitness-Test mit den Spezialisten aus den USA soll morgen und Mittwoch genau nach dem Schema ablaufen wie bei der Premiere in Berlin im vergangenen September vor dem Länderspiel gegen Brasilien (1:1). "Das macht Sinn, weil wir so die Vergleichswerte erhalten, die wir wollen", begründete Löw.
Der große DFB-Kader trifft sich heute in Frankfurt, nur 19 Akteure werden jedoch nach Slowenien fliegen, wo Stürmer Oliver Neuville sein Comeback im Nationalteam feiern darf und Oliver Kahn im Tor stehen wird.
Noch vor dem Flug nach Maribor will DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder den Prämien-Poker mit dem Spielerrat um Kapitän Michael Ballack für die WM und den Confed-Cup zum Abschluss bringen. 250 000 Euro hatte der DFB für den WM-Titel angeboten, 300 000 Euro fordern angeblich die Spieler. Auch 30 000 Euro für einen Erfolg beim Confed-Cup genügen Ballack und Co. nicht. "Die Vorstellungen liegen aber nicht mehr weit auseinander", berichtete DFB-Teammanager Oliver Bierhoff.
Klinsmanns Pokerspiel mit dem DFB um Berti Vogts wird dagegen nicht so schnell über die Bühne gehen, wie der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger gestern im DSF ankündigte. "Alles vorschreiben lassen wir uns nicht", erklärte Zwanziger zur Einstellung von Vogts als Technischem Direktor. Frühestens im Juli werde der DFB eine Gesamtkonzeption für die Zeit nach der Weltmeisterschaft erstellen, kündigte Zwanziger an. "Die Person folgt der Sache und nicht umgekehrt", sagte Zwanziger.
Auch Vogts-Befürworter Klinsmann plant bislang nur bis zur WM. Doch Zwanziger glaubt an eine Chance, dass der 40-Jährige seinen Vertrag als Bundestrainer verlängern könnte. (dpa/vdb)