(jje/red) Es war der erwartet schwere und spannende Kampftag in Bottrop mit einem unglücklichen Ausgang aus Sicht der Spremberger Judoka. 6:8 mussten sie sich am Ende geschlagen geben – auch wegen strittiger Entscheidungen der Zeitnehmer.

Schon auf den ersten Punkt von Hratschik Latschinjan folgte eine, wie Asahi-Vorsitzender Dirk Meyer betont, den ganzen Wettkampf beeinflussende Situation. Kapitän Oleg Ilts warf seinen Kontrahenten auf Waza Ari (halber Punkt) und hatte diesen in der Festhalte. Zehn Sekunden reichen, um einen weiteren Waza Ari zu bekommen und den Kampf zu beenden. Doch die Bottroper Zeitnehmer verpassten es, den Knopf zu drücken. Erst nach mehreren Rufen des Spremberger Coaches Mike Göpfert begann die Zeit zu laufen. Am Ende fehlten zwei Sekunden zum Sieg.

Aber es kam noch schlimmer für die Spremberger. Routinier Johannes Karsch verletzte sich bei einer Verteidigungsaktion so schwer, dass er bereits nach 19 Sekunden aufgeben musste. Später wurde ein Abriss des Schulterbandes festgestellt. Damit fällt nach Tom Blechschmidt der nächste 81-Kilogramm Mann für diese Saison aus.

Auch Punktgarant Tomasz Domanski konnte nur unter starken Schmerzen kämpfen und verlor seine Begegnung ebenfalls. „Tomek war heute nicht da. Es ist ein Wunder und zeigt seinen großen Kampfgeist, dass er sich trotz großer Schmerzen auf die Matte stellt. Aber so war ein Sieg einfach nicht drin“, berichtet Vereinschef Meyer über die missliche Lage im Schwergewicht.

Maximilian Zimmermann glich nach der Pause mit seinem Sieg aus. Nun sollte der ebenfalls angeschlagene Max Henke kämpfen. „Max stieg mit Kopf- und Gliederschmerzen heute früh in den Bus und die weite Anreise machte es nicht besser. Da er nächste Woche zum Europacup fahren soll, haben wir uns gegen einen Einsatz entschieden“, erklärt Mike Göpfert. So ging auch die zweite Runde an Bottrop.

Trotz eines bärenstarken Kampfes und dem zwischenzeitlichen Unentschieden ließ sich die Niederlage nicht verhindern. Mit hängenden Köpfen und einer vermeidbaren 6:8 Niederlage fuhren die Spremberger anschließend Karsch und Domanski in die Bottroper Notaufnahme.

Der nächste Kampf findet am 27. April in Spremberg statt. Zu Gast ist dann der amtierende Deutsche Meister aus Hamburg.